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Fachkräftemangel: Bundesregierung zahlt IT-Profis bis zu 80.000 Euro Prämie

(Foto: Shutterstock-GaudiLab)

Der Fachkräftemangel sorgt dafür, dass sich qualifizierte IT-Profis ihren Job aussuchen können. Um IT-Fachkräfte anzuziehen und zu halten, zahlt die Bundesregierung jetzt mehr Geld.

IT-Fachkräfte sind branchenübergreifend ein gefragtes Gut – und werden entsprechend händeringend gesucht. Wer eine gute Qualifizierung vorweist, kann sich den Job in der Regel aussuchen, kommentierte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder schon Ende 2018 eine Studie des Branchenverbandes. Die Bundesregierung hat es offenbar besonders schwer, geeignete IT-Profis für ihre Behörden zu finden beziehungsweise hochqualifizierte Mitarbeiter zu halten. Um sich attraktiver zu machen, zahlt der Bund künftig mehr Geld, wie heise.de berichtet.

Bund zahlt IT-Profis hohe Prämien

IT-Fachkräfte etwa können sich über Prämien in Höhe von rund 44.000 Euro bis hin zu 80.000 Euro brutto freuen. Diese sogenannte „Gewinnungs- und Bindungsprämie“ wird auf einen Schlag oder in mehreren Teilen ausgezahlt. Einem entsprechenden Vorschlag der Bundesregierung, der vom Innenausschuss in den vergangenen Wochen noch erweitert wurde, stimmte der Bundestag in der Nacht zum Freitag mit überwiegender Mehrheit zu. Der jetzt verabschiedete Gesetzentwurf läuft unter dem Namen „Modernisierung der Strukturen des Besoldungsrechts“.

Die Höhe der Prämie orientiert sich an den jeweiligen Besoldungsstufen. Wer das zusätzliche Geld in Anspruch nimmt, verpflichtet sich im Gegenzug, innerhalb der nächsten 48 Monate den Arbeitgeber nicht zu wechseln. Außerdem müssen die Mitarbeiter – neben IT-Fachkräften betrifft es etwa auch Soldaten und Polizisten – zustimmen, weiterhin eine Funktion im jeweiligen Verwendungsbereich wahrzunehmen.

Zulagen und Aufschläge für sicherheitskritische IT-Bereiche

Neben den Prämien zahlt der Bund künftig auch Stellenzulagen, etwa für Geheimdienste und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Für übergeordnete und sicherheitskritische IT-Bereiche wie die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (Zitis), die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) oder den Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum (CIR) der Bundeswehr gibt es heise.de zufolge Aufschläge. Die liegen bei rund 240 Euro monatlich oder darüber.

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2 Kommentare
Bennet Jäger
Bennet Jäger

Leider sind öffentliche Arbeitgeber nicht attraktiv für IT-Experten. Ich habe fürs BSI gearbeitet und das war nicht besonders toll. Das Gehalt 60000 €. In der freien Wirtschaft bekomme ich 100000€ und habe viel bessere Arbeitsverhältnisse.

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Sebos
Sebos

Das ist der Punkt. Einmalprämie schön und gut, aber dann auch noch 4 Jahre fest binden und für 50k / Jahr brutto (das ist eher realistisch) malochen? Nö, echt nicht. Zumal das Klischee vonwegen ruhiger und sicherer Arbeitsplatz angesichts von mangelnden Stellenbesetzungen nicht mehr der Realität entspricht. Da ist der Entwickler dann schnell auch mal E-Mail Marketer und IT-Support. („Sie machen doch was mit Computern“). Nö, danke!

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