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Mit dieser Fake-News-Seite machte ein 23-Jähriger bis zu 1.000 Dollar in der Stunde

(Screenshot: Christian Times/Wayback Machine)

Ein 23-jähriger College-Absolvent hat mit einer Fake-News-Seite tausende US-Dollar verdient. Sein unrühmliches Meisterstück war ein absichtlich falscher Bericht über Wahlbetrug durch Hillary Clinton.

Fake-News: Aufgeheizte Stimmung, viel Geld

Politische Fake-News verbreiten sich in aufgeheizter Stimmung rasend schnell. Davon profitieren nicht nur populistische Stimmungsmacher, sondern auch die Ersteller solcher absichtlich falschen Nachrichten – und zwar in finanzieller Hinsicht. Wer das Geschäft versteht, wie diese beiden kanadischen Teenager oder Jugendliche in Osteuropa, kann damit tausende US-Dollar im Monat verdienen. Auch ein US-Collage-Absolvent hat im Herbst des vergangenen Jahres in der heißen Phase des Präsidentschaftswahlkampf viel Geld mit erfundenen Geschichten gemacht, wie die New York Times berichtet.

Der 23-jährige Cameron Harris nutzte dabei geschickt die Angriffe des mittlerweile zum US-Präsidenten gewählten damaligen Kandidaten Donald Trump gegen Hillary Clinton aus. Zudem halfen Harris die Wut der Trump-Anhänger auf etablierte Medien sowie der Wunsch nach Bestätigung ihrer Vorurteile gegen das Clinton-Lager. Harris hatte sich eigenen Angaben zufolge zum Preis von fünf US-Dollar die Domain christiantimesnewspaper.com gesichert. Mit seiner Website für erfundene Nachrichten hat er bis zu 1.000 US-Dollar pro Stunde verdient.

In der einträglichsten Fake-News ging es um einen Elektriker, der in einem Lagerhaus angeblich Kisten voll mit Wahlzetteln gefunden haben sollte, auf denen das Kreuzchen schon für Hillary Clinton gesetzt war. Dabei machte sich Harris zunutze, dass der zu diesem Zeitpunkt deutlich zurückliegende Trump zuvor angedeutet hatte, dass Clinton die Wahl nur gewinnen könne, wenn sie betrüge. Schon beim Veröffentlichen der Story wusste Harris angeblich, dass er damit viel Wirbel verursachen würde – und viel Geld einnehmen.

Fake-News brachte 5.000 Dollar in wenigen Tagen

Insgesamt, so schreibt die New York Times, habe Harris mit der einen Fake-News innerhalb weniger Tage rund 5.000 US-Dollar verdient. Für die Nachricht will er nur 15 Minuten gebraucht haben. Das Geld kam von den Google-Ads auf der Seite. Insgesamt kamen so am Ende des US-Wahlkampfs, in den er allerdings erst kurz vor Schluss eingegriffen hatte, 22.000 US-Dollar zusammen. Bis zu 1.000 US-Dollar in der Stunde soll der Verdienst mit der Seite insgesamt betragen haben.

Harris hätte allerdings noch viel mehr Geld verdienen können, wenn er die Website zum richtigen Zeitpunkt verkauft hätte. Die Fake-News-Seite befand sich zeitweise unter den 20.000 meistbesuchten Seiten der Welt. Zwischen 115.000 und 125.000 US-Dollar hätte Harris laut einem Experten dafür bekommen können. Pech für Harris: Wenige Tage nach der US-Wahl hatte Google angekündigt, offensichtliche Fake-News-Seiten aus seinem Werbenetzwerk zu schmeißen.

Auch Harris‘ Seite war von dem Boykott betroffen – die Christian Times Newspaper war über Nacht wertlos geworden. Aktuell finden sich unter der Webadresse keine Inhalte mehr. Allerdings soll Harris noch über 24.000 auf der Website eingesammelte E-Mail-Adressen verfügen. Ob er diese noch auf irgendeine Art und Weise zu Geld machen will, ist nicht bekannt.

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2 Reaktionen
Name

.com Domain für 5$? Die kosten doch nahezu überall min. 12$..

Benny Lava

Peanuts. Fake-News-Seiten wie Spiegel und Bild machen viel mehr Geld in der Stunde.

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