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Howeycoin: Fake-Token soll vor ICO-Betrug warnen

SEC. (Foto: Mark Van Scyoc / Shutterstock.com)

Mit einem eigens eingerichteten Fake-Token will die US-Börsenaufsicht SEC Nutzer vor ICO-Gefahren warnen. Am Beispiel des Howeycoins werden typische Betrugsmaschen gezeigt.

Der Hype um Kryptowährungen und Initial Coin Offerings (ICO) hat in den vergangenen Monaten zahlreiche Betrüger angezogen. Ethereum-Mitbegründer Charles Hoskinson bezeichnete ICO im Sommer 2017 sogar als „tickende Zeitbombe“. Freilich warnen auch Regulierungs- und Aufsichtsbehörden in regelmäßigen Abständen vor entsprechenden Abzockern. Jetzt hat die US-Börsenaufsicht SEC eine eigene Kryptowährung erfunden. Anhand des angeblichen ICO des Howeycoins sollen beispielhaft typische Anzeichen für Betrug aufgezeigt werden, wie The Verge berichtet.

ICO-Betrug: SEC will potenzielle Investoren schulen

Auf der recht echt wirkenden Howeycoin-Website wird der angeblich neue Krypto-Standard für die Reisebranche angepriesen. Der Nutzer wird mit einer Reihe zeitlich begrenzter Rabatte angelockt. Zudem wird mit hohen Gewinnraten geworben. Angebliche Celebrities lassen wissen, wie toll die Howeycoins sind. Ein Whitepaper hat die SEC auch eigens entworfen. Das Gesamtbild runden die Fotos der freundlich lächelnden Teammitglieder mit nett klingenden Bezeichnungen ab.

Der Fake fliegt spätestens dann auf, wenn ein Interessent auf den Button „Buy Coins Now!“ klickt. Dann landet der Nutzer auf einer SEC-Website, auf der die Initiatoren über die Hintergründe der Aktion informieren. Der SEC seien kürzlich wieder Betrügereien im Umfeld der Blockchain-Technologie, ICO und Kryptowährungen aufgefallen. Die Betrugsmasche sei dabei recht leicht umzusetzen. Der Howeycoin und die entsprechenden Infos sollen Investoren im Umgang mit möglichen Betrügereien schulen und sie auf bestimmte Anzeichen aufmerksam machen.

Der Fake-ICO des Howeycoin dient der SEC als Beispiel für Betrugsmaschen. (Screenshot: SEC/t3n.de)

Einige besondere Anhaltspunkte, anhand derer sich ein möglicher Betrug identifizieren lässt, wurden eigens herausgehoben. Auf einen Fake deuten etwa Versprechungen über garantierte Gewinne hin. Auch die schon erwähnten angeblichen Celebrities lassen demnach nicht darauf schließen, dass ein ICO seriös abgewickelt wird – eher im Gegenteil. Die SEC weist zudem darauf hin, dass ein ICO-Anbieter, der angeblich entsprechend der SEC-Regeln arbeitet, genau dies nicht tut. Auch das Anpreisen der Bezahlmöglichkeit mit Kreditkarten sollte Investoren sauer aufstoßen.

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