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Faraday Future: Neuer CEO Breitfeld macht Druck und kündigt FF91 für 2020 an

Der FF91 von Faraday Future. (Foto: Faraday Future)

Der einst als Tesla-Herausforderer angetretene Elektroautobauer Faraday Future drückt nach dem CEO-Wechsel aufs Tempo. Das E-Auto FF91 soll im Herbst 2020 ausgeliefert werden.

Seit wenigen Wochen ist Ex-BMW-Manager Carsten Breitfeld, zuvor Mitgründer und Chef der chinesischen Elektroauto-Firma Byton, als CEO beim chinesisch-kalifornischen E-Autobauer Faraday Future. Jetzt hat Breitfeld die neue Strategie für das zuletzt ins Straucheln geratene Unternehmen bekannt gegeben. Demnach soll das schon Anfang 2017 vorgestellte Luxus-Elektroauto FF91 im September 2020 in die Produktion gehen. Schon kurze Zeit später, irgendwann im Herbst 2020, werde das Auto an die ersten Kunden ausgeliefert, wie Mashable unter Berufung auf einen Firmensprecher berichtet.

FF91: Luxusauto soll ab 150.000 Dollar kosten

In den vergangenen eineinhalb Jahren sollen Entwickler und Designer den FF91-Prototypen noch einmal überarbeitet und für die Produktion vorbereitet haben. Das E-Auto soll in einer Liga mit Luxusmarken wie Bentley oder Rolls-Royce spielen, wie es bei Faraday Future heißt. Der FF91 ist entsprechend kostspielig, soll zwischen 150.000 und 200.000 US-Dollar kosten. Dafür setzt Faraday Future eigenen Angaben zufolge auf Premium-Materialien. Zudem sollen insgesamt elf Bildschirme verbaut werden, die zusammengerechnet eine Displaydiagonale von 100 Zoll bringen sollen.

FF91 von Faraday Future

Der FF91 soll ab September 2020 produziert werden. (Bild: Faraday Future)

Darüber hinaus weist Faraday Future auf umfangreiche Bedienmöglichkeiten via Smartphone hin. Mit dem Handy sollen Nutzer etwa die Türen öffnen oder das Auto zu zuvor über eine Suchmaschine ausgesuchten Zielen navigieren können. Darüber hinaus soll das Innere des Autos auf Knopfdruck eine Atmosphäre wie in einem Heimkino verpasst bekommen. Beifahrer auf dem Rücksitz sollen sich so fühlen wie ein Passagier in der ersten Klasse in einem Flugzeug, so das Versprechen von Faraday Future.

Faraday Future: Finanzielle Schwierigkeiten

Ob das Auto aber wirklich wie geplant auf den Markt kommt, bleibt abzuwarten. Schließlich war der ursprünglich geplante Produktionsbeginn im Jahr 2018 nicht eingehalten worden. Das bisher von Jia Yueting geleitete Unternehmen kämpfte in den vergangenen Jahren mit enormen finanziellen Schwierigkeiten und laut Beobachtern auch mit einer Managementkrise. Breitfeld erklärte jetzt, dass seiner Meinung nach die aktuellen Ziele eingehalten werden können. Außerdem stellte er eine neue Finanzierungsrunde in Aussicht, an der sich auch westliche Investoren beteiligen würden. Bisher steckt vor allem Geld aus China in dem Elektroauto-Startup.

Faraday Future FF 91 in Bildern
Elektro-SUV FF 91. (Bild: Faraday Future)

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Faraday Future denkt zudem schon über den FF91-Produktionsstart hinaus. Auf der CES 2021 will das Unternehmen ein neues E-Auto vorstellen, das speziell Teslas Model X die Kunden streitig machen soll. Das FF81 soll ein Elektro-SUV werden, der ab 80.000 Dollar zu haben sein soll. Ein weiteres E-Auto, den V9 Concept, hatte Faraday Future im April angekündigt.

Lesenswertes t3n-Interview mit dem damals noch als Byton-Chef tätigen Breitfeld: „Die Zukunft des Autos wird in China geformt“

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