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Startups

Fasching auf der Techcrunch Disrupt – doch wo sind die Deutschen? [Tagebuch]

Woche zwei in den USA und gleich das absolute Highlight-Event: die Techcrunch Disrupt. Schneller und krasser Einstieg in die amerikanische – und internationale – Startup-Szene. Interessante Beobachtung: Auf einer Veranstaltung, bei der jeder Teilnehmer gleich mehrere mobile Endgeräte besitzt, lassen die Leute ihre Laptops und iPads einfach überall rumliegen. Der einzige gesichtete ThinkPad-Laptop gehörte Deutschen, ansonsten nur Apple-Jünger überall.

Ein Highlight: Zuckerbergs Auftritt

Als Mark Zuckerberg die Bühne betritt, fragt mich mein tschechischer Nebensitzer und Gründer der Dating-App the Game, wie viele Leute wohl in der Halle seien. Ich schätze 300 und werde ausgelacht - „mindestens 2.000!“ Wie viele auch immer: Die Halle im Design Center war brechend voll. Zuckerbergs erstes öffentliches Interview nach dem Börsengang wollten sich viele nicht entgehen lassen. Der Auftritt war absolut überzeugend: Zuckerberg schaffte es, einerseits ehrlich über Fehler der Vergangenheit ("HTML5") zu sprechen und andererseits dasselbe Feuer zu versprühen, das er auch während der Hype-Phase vermittelte. Gründersein hat viel mit Motivation zu tun und der Fähigkeit, auch in schwierigen Zeiten positiv zu bleiben – Zuckerberg beherrscht diese Kunst. Dass die Aktienkurse nach dem Interview wieder nach oben gingen, verwundert mich nicht.

Das Herzstück der Veranstaltung waren aber die Startup-Vorstellungen. Während beim Battlefield fast nur US-amerikanische Startups zu finden waren, gab es in der riesigen Startup-Alley, für die sich jeder anmelden konnte, viele internationale Gründer. Klar, dass es dabei darum ging, irgendwie auf sich aufmerksam zu machen: Die deutschen Jungs von KeyRocket lagen da mit ihren schicken Lederhosen weit vorne. Die Asiaten versuchten es zum Teil mit noch schrilleren Outfits und der (männliche) Gründer einer Hochzeitsseite warf sich sogar in ein Hochzeitskleid.

Wo sind die deutschen Startups?

Deutsche waren auf der Techcrunch Disrupt auch zu finden. Mehrere Male wurde ich beim Artikelschreiben mit dem denkwürdigen Satz angesprochen „Ich wollte wirklich nicht auf den Bildschirm schauen, aber jetzt habe ich zufällig gesehen, dass du Deutsch schreibst...“. Echte Startup-Vorstellungen von Deutschen gab es jedoch wenige. Während viele südamerikanische Länder und Israel sogar einen eigenen Pavillon hatten, musste man nach den wenigen deutschen Ständen gezielt suchen - darunter KeyRocket, make.tv und WHY own it. Woran liegt es? Auffallend ist, dass die Startups anderer Länder zum Teil sehr gut vernetzt sind – da steht Deutschland noch hinten an.

Einer der Stände in der Startup-Alley: Laptop, Schild, Fastfood.

Nach den Veranstaltungen kamen die Netzwerk-Parties – für viele das eigentliche Event. Free drinks, ausgelassene Stimmung, Visitenkarten zum einsammeln. Mir hat sich nicht erschlossen, wie man bei Disko-Atmosphäre gut netzwerken soll, Kommunikation besteht in gegenseitigem Anbrüllen. Irgendwie klappt es dann aber doch, keiner weiß wie. Jetzt könnte ich erst mal eine Woche durchschlafen.

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