Fundstück

Fast Food dank 3D-Technologie? Klar geht das – mit diesem Pizzadrucker

(Bild: BeeHex)

Die Möglichkeit, zum Mars zu fliegen, ist verlockend – die Tatsache, monatelang keine Pizza essen zu können, eher mittelmäßig. Die NASA arbeitet jetzt an der Vereinbarkeit beider Tätigkeiten. 

Nahrungsaufnahme im Weltraum ist für viele Astronauten wohl eher eine lästige Pflicht. Verübeln kann es ihnen niemand, denn Astronautennahrung steht eher nicht auf der Liste der begehrtesten Lebensmittel. Anjan Contractor hat jetzt mit dem „BeeHex“ einen 3D-Lebensmitteldrucker entwickelt, der das Problem lösen soll – mit Tomatensoße und weiteren herkömmlichen Zutaten soll Pizzaessen dank 3D-Drucker tatsächlich alltagstauglich werden. Nicht nur auf der Erde, sondern auch im Weltraum soll das Konzept – wie der Pizzaboden – voll aufgehen. Die Zutaten werden durch die schmalen Düsen gepresst, wodurch die Pizza Schicht für Schicht entsteht – sie muss abschließend allerdings im Ofen gebacken werden. Der Wunsch des Machers ist es, eine Kombination aus Herstellung und Backprozess zu schaffen.

Generell könnte das laut Techcrunch für die Branche interessant sein: So wäre es denkbar, dass Pizza-Ketten wie Dominos in die Drucker investieren.

Fünf Minuten für eine Pizza

Das Herstellen einer Pizza dauert ungefähr fünf Minuten – und genau in diesem Zeitraum sollte sie auch gegessen werden: Wenn du noch keinen allzu großen Hunger hast und länger mit der Mahlzeit warten willst, ähnelt die Pizza vom Geschmack her eher einem Cracker.

Dabei können die Druckenden den Belag und den Umfang selbst wählen, je nach Auswahl kostet die Pizza dann zwischen acht und 15 US-Dollar.  Schon in diesem Jahr soll der Pizzadrucker in Einkaufspassagen zu finden sein. An Arbeitszeiten ist der Drucker im Gegensatz zum echten Pizzabäcker nicht gebunden: Rund um die Uhr kann fleißig produziert werden. Für einen Start in Deutschland gibt es bisher keinen Termin.

Bereits 2012 bereits erhielt Anjan Contractors Unternehmen „Systems & Materials Research Corporation (SMRC)“ einen Auftrag vom NASA Small Business Innovation Research (SBIR). Die Aufgabe: Mit 125.000 US-Dollar einen voll funktionsfähigen 3D-Drucker zu entwickeln, der Lebensmittel produzieren kann. Dass diese Aufgabe keine Unmöglichkeit ist, konnte Contractor mit dem SBIR-Auftrag beweisen – mittlerweile wurde sowohl das Forschungs- als auch das Kickstarterprojekt seitens der NASA aufgrund Budgetkürzungen jedoch eingestellt.

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