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Fast schon unheimlich: KI simuliert das Universum

(Foto: Shutterstock)

Ein Team aus Forschern hat eine KI-Software genutzt, um ein 3D-Modell des Universum zu berechnen. Der Simulator ist erstaunlich schnell und liefert verblüffende Ergebnisse.

Forscher der Universität Princeton haben ein komplexes 3D-Modell des Universums mittels einer KI-Software simuliert, berichtet die private Simons Foundation in einer Pressemitteilung. Die Ergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht.

Seit Jahrzehnten verwenden Wissenschaftler Computersimulationen, um den Ursprung und die Entwicklung unseres Universums digital zu rekonstruieren. Die besten traditionellen Methoden unter Verwendung modernster Technologie dauern lediglich ein paar Minuten und liefern gute Ergebnisse. Der KI-Simulator benötigt dagegen nur Millisekunden, liefert dazu noch Ergebnisse mit weitaus höherer Genauigkeit und erstellt komplexe dreidimensionale Simulationen des Universums.

Die KI soll Astrophysikern und Forschern dabei helfen, einige der größten Lücken in der Geschichte unseres Kosmos zu schließen. Durch den Simulator können die Forscher verstehen, wie die Milliarden von Variablen die Entwicklung unseres Universums beeinflussen und sich auf die Entstehung von Sternen, Planeten und sogar auf das Leben auf der Erde auswirken.

KI überrascht Wissenschaftler

Zur Überraschung der Wissenschaftlicher erforschte die KI nicht nur Dinge, auf die sie trainiert wurde. Sie baut sich ein tiefes neuronales Netzwerk auf, um die Strukturbildung des Universums vorherzusagen, und simuliert die Entwicklung des Universums unter verschiedenen Gravitationsbedingungen. Die gelieferten Ergebnisse sind so genau und detailliert, dass sich selbst die Entwickler nicht sicher sind, wie das alles funktioniert.

Beispiel gefällig? Die KI entdeckte eine große Menge dunkler Materie im Universum, obwohl das Deep Density Displacement Model (D3) genannte System gar nicht mit Daten über die Menge von dunkler Materie versorgt worden war. Die ermittelten Werte waren laut den Forschern logische und dazu noch sehr genaue Schlussfolgerungen auf Basis der Daten, die der KI zur Verfügung standen.

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Rolf
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