News

FCC erklärt Huawei und ZTE zum Sicherheitsrisiko

(Foto: astudio/Shutterstock)

Lesezeit: 1 Min. Gerade keine Zeit? Jetzt speichern und später lesen

Die FCC hat offiziell bestätigt, dass keine weiteren Mittel aus dem sogenannten Universal Service Fund zur Verfügung stehen, wenn Unternehmen mit Huawei oder ZTE zusammenarbeiten. Das trifft vor allem kleinere Netzbetreiber in den USA.

Die US-amerikanische Regulierungsbehörde FCC hat die chinesischen Telekommunikationsausrüster Huawei und ZTE zu einer Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA erklärt. Das bedeute, dass Mittel aus einem Milliardenfonds der Behörde nicht mehr „für Kauf, Erhalt, Wartung, Verbesserung, Modifizierung oder zur anderweitigen Unterstützung von Geräten oder Dienstleistungen verwendet werden, die von diesen Lieferanten hergestellt oder bereitgestellt werden“, teilte die Federal Communications Commission (FCC) am Dienstag mit (PDF).

Die Entscheidung basiere auf „dem überwältigenden Gewicht von Beweisen“, sagte der FCC-Vorsitzende Ajit Pai und fügte hinzu: „Beide Unternehmen sind eng mit der Kommunistischen Partei Chinas und dem chinesischen Militärapparat verbunden, und beide Unternehmen unterliegen in großem Umfang dem chinesischen Recht, das sie zur Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten des Landes verpflichtet.“

Anordnung gilt ab sofort

Die FCC hatte bereits im November 2019 entschieden (PDF), dass Mittel aus dem jährlichen Fonds in Höhe von mehr als acht Milliarden US-Dollar nicht für solche Firmen verwendet werden können, die ein nationales Sicherheitsrisiko darstellen. Schon damals hatte die Behörde vorgeschlagen, dass Huawei und ZTE von dem Förderbann betroffen sein sollen. Mit der Entscheidung vom 30. Juni 2020 bestätigt das zuständige FCC-Amt für öffentliche Sicherheit und Heimatschutz diesen Vorschlag. Die Anordnung der FCC tritt sofort in Kraft.

Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Von dem sogenannten Universal Service Fund (USF) profitieren vor allem kleinere Netzanbieter, mit denen Huawei bislang noch zusammengearbeitet hat. Diese dürfen nun die staatliche Unterstützung nicht mehr in Anspruch nehmen. Huawei versuchte bereits im vergangenen Jahr, gerichtlich gegen die Entscheidung der FCC vorzugehen.

Autor des Artikels ist Friedhelm Greis.

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

2 Kommentare
abc
abc

„Beide Unternehmen sind eng mit der Kommunistischen Partei Chinas und dem chinesischen Militärapparat verbunden, und beide Unternehmen unterliegen in großem Umfang dem chinesischen Recht, das sie zur Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten des Landes verpflichtet.“

Also so wie JEDE US-Firma mit der US-Regierung?
Schonmal was von der NSA oder Snwoden gehört?

Traurig finde ich ja das so ein Schwachsinn UNHINTERFRAGT von den Medien berichtet wird, als ob hinter dieser Propaganda noch irgendwas vernünftiges stecken würde.

Antworten
OberstSL
OberstSL

Stimmt, aber warum erklärt die FCC nicht alle Chinesischen Firmen zum Sicherheitsrisiko für die USA?
Die arbeiten doch alle mit den Geheimdiensten zusammen wenn sie gefragt werden.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 70 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Luca Caracciolo (Chefredakteur t3n) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung