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Ein Fest für Couch-Potatoes: Apple will aktuelle Kinofilme per iTunes streamen

Illegales Streamingportal: Kinox.to ist noch aktiv. (Foto: Shtutterstock)

Die Pläne klingen wie ein Schlag in die Magengrube von Kinobetreibern: Nur zwei Wochen nach dem Kinostart will Apple aktuelle Filme per iTunes anbieten.

Apple: Kinofilme per iTunes würden Premiumpreise kosten

Wie Bloomberg berichtet, spielen die großen Filmstudios wie 21st Century Fox, Time Warner Warner Bros und Comcast Universal Pictures mit dem Gedanken, ihre Filme nicht mehr nur ausschließlich für Kinos zur Verfügung zu stellen. Stattdessen sollen sie zusätzlich zwei Wochen nach Kinostart auch zu einem Premium-Preis auf heimischen Streamingboxen angeboten werden.

Einer der größten Interessenten an diesem Angebot ist offenbar Apple, wie Insider über Bloomberg berichten. Mit einem solchen exklusiven Angebot könne Apple sein iTunes-Geschäft weiter ausbauen und vorantreiben.

Wird das Film-Angebot auf Apples iTunes bald aktueller sein? (Screenshot: t3n; Apple)
Wird das Film-Angebot auf Apples iTunes bald aktueller sein? (Screenshot: t3n; Apple)

Eine der größeren Herausforderungen für die Filmstudios sei es, Raubkopien von Kinofilmen zu verhindern. Zwar könne man Filme nicht ohne Weiteres aus iTunes herausziehen – sie aber per Kamera direkt vom Display abzufilmen, sei keine große Herausforderung und könne der Filmindustrie schaden.

Die Idee ist nicht neu

Die Idee, aktuelle Kinofilme auf dem heimischen Fernseher zum Premiumpreis zu streamen, hatte schon Napster-Gründer Sean Parter mit seinem Startup „Screening Room“. Das Unternehmen will aktuelle Kinofilme zum Preis von 50 US-Dollar für das heimische Streaming anbieten und setzt zur Unterbindung des Abfilmens auf eine Watermarking-Technologie, durch die der Ursprung des illegal veröffentlichten Mitschnitts identifiziert werden kann. Diesen Ansatz könnte auch Apple verfolgen.

Die bisherige Verwertungskette von Kinofilmen beginnt in der Vorführung im Kino, gefolgt vom Verleih und Verkauf von DVDs und Bluray-Discs. Erst im Anschluss wird das Streaming des Filmes angeboten. In der Regel vergehen bislang ganze 90 Tage, bis ein Film nach dem Ende der Kinovorstellungen für den Konsum im Heimkino freigegeben wird. Die beschriebene Verwertungskette bezieht sich leider nur auf die USA – in Deutschland gelten noch längere Zeiträume.

Angesichts der Tatsache, dass dass Kinogeschäft seit Jahren stagniert und der Umsatz von DVDs und Blurays auch nicht sonderlich rosig aussieht, könnte eine solches Premium-Stream-Angebot eine lukrative Option für Filmstudios sein. Apple auf der anderen Seite könnte seine eigene Position am hart umkämpften Markt stärken und den angesagten VoD-Anbietern Netflix und Amazon die Stirn bieten. Diese haben in den letzten Jahren allerdings mit Eigenproduktionen wie House of Cards, Transparent oder Mozart in the Jungle ihre Position stärken können.

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Eine Reaktion
Hollywood kriegt endlich Druck

http://www.golem.de/news/streaming-netflix-nutzer-wollen-keine-topfilme-1612-124931.html
Alte Leute sind mit Serien nicht aufgewachsen. Die bevorzugen einzelne Filme. Das erklärt das eine Drittel vielleicht.

Die DVD-Versionen nach 90 Tagen sind vermutlich die Versionen für VIDEOTHEKEN.
Die echten Kauf-Versionen bei Amazon sind oft viel vollständiger und umfangreicher und kommen vielleicht noch später.

Dank Netflix und Amazon mit Eigenproduktionen hat Hollywood endlich Druck und Konkurrenz...

Die meisten Filme landeten aber nie im Kino. 200 Filme in der Videothek. 20 im Kino war pro Monat gefühlt die Quote. Sind wohl (wie viele Startups) oft wohl nur Steuerspar-Abschreibungs-Projekte.

http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/filmfonds-finanzgericht-urteilt-zu-gunsten-der-anleger-a-944634.html : "Milliardensummen einzahlten". Da schlackern die Cashburner-Hipstaz in Mietmafia-Mästungs-Steurspar-Holding-Ketten-Briefkasten-Firmen-Mindestlohngegner-Startups aber mit den Ohren.

Unschön ist das natürlich für Kino-Betreiber: Aber was sage ich schon zu Händlern: Auf Dienstleistung wechseln und Amazon-Fernseher aufbauen und anschliessen. Autohändlern ist es oft egal wenn man im Ausland kauft, so lange man die Wartung machen lässt !
Und Kinos könnten Säle mietbar/buchbar machen und per HDMI-Medion-Tablett (wohl das vorletzte und das letzte vielleicht nicht) kann man Prime oder sonstwas auf den Beamer spielen oder man bringt seine Kindle-Fire-Box mit...
Auch für Sport-Ereignisse lokaler Sportler bei internationalen Wettbewerben interessant.

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