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Das nächste Dropbox? Filecoin bricht den ICO-Rekord

Filecoin soll ein dezentrales Cloudspeicher-Netzwerk sein. (Bild: filecoin.io)

257 Millionen US-Dollar hat Filecoin über einen ICO eingesammelt – Rekord. Das Startup arbeitet an einem dezentralen Cloudspeicher-Netzwerk. Doch die Zukunft der Finanzierungsform ist fraglich.

Es war nur eine Frage der Zeit, jetzt ist es passiert: Das US-Startup Protocol Labs um sein Produkt Filecoin hat mit insgesamt 257 Millionen US-Dollar den bisher größten ICO in der noch jungen Geschichte der Finanzierungsform realisiert.

Die Summe kam über einen Zeitraum von einem Monat zusammen. Laut dem Branchenportal Coindesk löst das Startup damit das Tezos-Projekt ab, das erst im Juli rund 232 Millionen Dollar über ein Initial Coin Offering einwerben konnte.

Bei dieser neuartigen Finanzierungsform können Anleger mit Hilfe einer virtuellen Kryptowährung sogenannte Tokens – vergleichbar mit digitalen Coupons – erwerben, die beispielsweise zur Teilhabe an einem Unternehmen berechtigen. Technisch basiert das Verfahren auf der Blockchain-Technologie.

Filecoin: Ein dezentrales Cloudspeicher-Netzwerk

Bei Filecoin handelt es sich vereinfacht gesagt um ein dezentrales Cloudspeicher-Netzwerk mit der Möglichkeit, freie Festplattenkapazitäten auf verteilten Computern im Tausch gegen eine Kryptowährung zu mieten oder zu vermieten. Vergleichbar ist das Vorhaben mit Storj, das einen ähnlichen Service bereits seit mehr als zwei Jahren bietet und kürzlich ebenfalls eine eigene Kryptowährung ausgab.

Ungewöhnlich bei Filecoin ist, dass sich zuvor auch Großinvestoren aus dem Silicon Valley an dem dahinterstehenden Startup beteiligt haben. So sicherten sich bereits der Whatsapp-Investor Sequoia Capital sowie Andreessen Horowitz entsprechende Anteile mit Hilfe von 52 Millionen Dollar. Zudem wurde Protocol Labs in das renommierte Förderprogramm von Y-Combinator aufgenommen. Dies erklärt auch den Ansturm beim ICO von Filecoin, der zwischenzeitlich unterbrochen werden musste.

Zukunft von ICOs weiter fraglich

Trotz der augenscheinlich nicht abreißenden Serie von ICOs ist die Zukunft der Finanzierungsform fraglich. Vor wenigen Tagen erst wurden Initial Coin Offerings in China von der dortigen Nationalbank verboten. Das Land sieht in den Finanzierungen seine „wirtschaftliche und finanzielle Ordnung ernsthaft gestört“.

Angeblich stehen bereits 60 der gängigsten ICO-Plattformen auf der Liste chinesischer Finanzbehörden und sollen untersucht werden. In der Folge gaben zahlreiche Kryptowerte an den Handelsbörsen um bis zu 20 Prozent nach.

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3 Kommentare
wpGO

Nur wenige ICO haben das Potential zum Gamechanger, wenn man sich die langfristigen Entwicklungen anschaut.. Das Konzept hinter Filecoin ist sehr vielversprechend und der Presale lief ja sehr gut – ich bin mal gespannt, wie sich das Startup weiter entwickelt.

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lola
lola

Klingt wie die die Schnellballsysteme der 80er. Man würfelt Kypto, Cloud und Finanzierung zusammen und erschafft:

Anlagebetrug 3.0 und wiedereinmal ist die Anlegerkohle futsch

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