Ratgeber

Warum Onlinehändler immer häufiger auch Geschäfte eröffnen

Seite 2 / 2

4. Filialen machen eine Marke bekannt und erschließen neue Zielgruppen

Es gibt gerade im E-Commerce Zielgruppen, die man leichter erschließen kann und solche, bei denen man sich schwer tut. Manche Kunden können sich überhaupt nicht vorstellen, beispielsweise Kleidung online zu kaufen, für andere ist das dagegen gar kein Problem. Wenn sich beispielsweise Cyberport oder Zalando dazu entschließen, Stores zu eröffnen, dann hat das auch etwas mit Zielgruppen zu tun, die bevorzugt offline kaufen. Das Kalkül dahinter: Ist der erste Schritt gemacht und ein erstes Vertrauen hergestellt, dann erfolgt der zweite Kauf auch per Versand.

Umgekehrt kann die Filiale dann aber auch als erste Anlaufstelle bei Fragen des Kunden oder als Abholstation für online bestellte Waren dienen. So lassen sich Versandkosten sparen – und ist der Kunde erst einmal im Laden, kauft er ja vielleicht noch etwas anderes zusätzlich.

5. Ein Ladengeschäft kann als klassisches Outlet dienen

Nicht alles ist in großen Mengen in allen Varianten und Größen verfügbar. Das ist beispielsweise auch ein Grund dafür, dass sich Zalando dazu entschlossen hat, Outlet-Stores anzubieten – anders, als man das kennt, sogar in bester Innenstadtlage. Zwar kann man auch im Onlineshop gut nach einzelnen Größen filtern oder die Konfektion einer bestimmten Marke oder Saison durchsuchen, gerade bei Einzelstücken ist es aber durchaus auch üblich, diese über ein Outlet an den Kunden zu bringen. Besonders empfehlenswert ist das, wenn Ware schon einmal im Verkauf war und beispielsweise einzelne Retouren ansonsten aufwendig verarbeitet und wieder im Warenwirtschaftssystem verzeichnet werden müssten.

Doch da gibt es – auch und gerade im Zeitalter des E-Commerce – noch etwas anderes: Der Kunde kann mit solchen Einzelstücken, die es eben nicht bundesweit und permanent, sondern nur vor Ort gibt, erfolgreich dazu animiert werden, sich mit einer Marke, einem Laden zu beschäftigen. Diese Inszenierung von Sonderverkäufen verstehen gerade in den USA viele Unternehmen sehr gut und auch in Deutschland kommt das immer mehr in Mode.

Fazit: Offline rundet online ab

Es ist heutzutage falsch, nur auf Onlinehandel zu setzen, genauso wie es auch falsch ist, nur auf Retail-Stores zu setzen. Vernünftig und hilfreich ist es aber, wenn ein Händler es schafft, seine Kunden über alle Kanäle hinweg zu verstehen und eine umfassende Customer-Journey nachzuzeichnen. Doch diese datengetriebene Herangehensweise fehlt vielen E-Commerce-Unternehmen immer noch.

Das könnte dich auch interessieren:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung