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Scout24 – Finanzinvestoren wollen den Online-Marktplatz-Betreiber übernehmen

Scout24-Logo. (Foto: dpa)

Die Online-Marktplätze Immobilienscout24 und Autoscout24 kennt in Deutschland fast jeder. Nun haben es Finanzinvestoren auf die Firma dahinter abgesehen – an der Börse sorgt das für Fantasie.

Das Münchener Unternehmen Scout24 prüft einem Bericht der Financial Times zufolge einen Verkauf des Unternehmens an Finanzinvestoren und damit einen Abschied von der Börse. Der Online-Marktplatz-Betreiber habe Banken damit beauftragt, das Unternehmen bei einem möglichen Verkauf zu einem Preis von über 5 Milliarden Euro zu unterstützen, berichtet die renommierte Wirtschaftszeitung aus London unter Berufung auf einen Insider. Ein Scout24-Sprecher wollte die Informationen nicht kommentieren.

Ob es am Ende aber tatsächlich zu einem Rückzug von der Börse und dem Verkauf komme, sei unklar. Zu den Interessenten an dem deutschen Unternehmen gehören dem Bericht zufolge unter anderem der technologieorientierte US-Finanzinvestor Silver Lake.

Scout24-Aktie macht Sprung nach oben

An der Börse sorgte der Medienbericht für Fantasie: Am Freitagnachmittag wurde die Scout24-Aktie mit einem Plus mehr als zehn Prozent bei 39,74 Euro gehandelt und war damit klarer Spitzenreiter im MDax, der mehr als ein Prozent im Minus lag. Im frühen Handel hatten die Papiere sogar um 18 Prozent zugelegt.

Das Unternehmen ist an der Börse aktuell mit knapp vier Milliarden Euro bewertet. Das Unternehmen ist erst seit vor drei Jahren für knapp 30 Euro pro Aktie an die Börse gegangen. Zuletzt hatte Scout24 im Juli das Online-Portal Finanzcheck.de übernommen.

Die Aktien von Scout24 haben in den vergangenen Monaten eine Achterbahnfahrt hinter sich. Seit Jahresbeginn bis Mitte Juli waren sie um rund 43 Prozent auf ein Rekordhoch von 48,62 Euro gestiegen. In der Folgezeit ging es jedoch ähnlich rasant um fast ein Drittel abwärts bis zum Jahrestief von 33,22 Euro im Oktober. Seitdem haben sie sich nun wieder um gut 20 Prozent erholt. Immerhin weisen die Papiere für das laufende Jahr mit plus 18 Prozent eine positive Kursbilanz aus und gehören damit 2018 zu einer Minderheit im deutschen Aktienmarkt.

Mit Material von dpa

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