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Firebase: Googles universelle App-Entwickler-Plattform erhält großes Update

Firebase. (Bild: Google)

Google hat am Montag im Zuge des Firebase Dev Summit in Berlin ein großes Update für die App-Entwickler-Plattform Firebase angekündigt. Das Tool zur App-Optimierung wird damit noch mächtiger.

15 Anwendungen in einem Tool: Firebase soll DAS Tool zur App-Optimierung und -Analyse werden

Google hat Firebase 2014 erworben. Damals besaß das Tool lediglich eine Datenbank-Funktion. Im Laufe der Google I/O 2016 hatte Google eine umfangreich erweiterte Version von Firebase vorgestellt, in die unter anderem ein Analytics- und Messaging-System sowie weitere Dienste wie Test-Lab und Crash-Reporting integriert worden sind. Firebase steht dabei nicht nur für Android-App-Developer zur Verfügung, sondern auch für iOS- und Web-App-Entwickler. Es dient letztlich zur Cross-Plattform-App-Optimierung, wobei Google nicht unbedingt empfiehlt, ein App-Design für alle Plattformen zu verwenden.

Die vielen Funktionen von Firebase in einer Grafik. (Bild: Google)
Die vielen Funktionen von Firebase in einer Grafik. (Bild: Google)

Firebase bietet unter anderem eine Echtzeit-Datenbank, Nutzer-Authentifizierung und Hosting. Google arbeitet stetig mit Entwicklern zusammen, um Firebase zu einem Tool werden zu lassen, mit dem Entwickler wirklich arbeiten wollen. Das ausgesprochene Ziel von Firebase ist es, App-Entwicklung für Entwickler möglichst einfach zu gestalten.

Hier sei aber zu erwähnen, dass die eigentliche Entwicklung der App im entsprechenden SDK per Test-Labs genannt – die Möglichkeit, entwickelte Android-Anwendungen auf Smartphones von Samsung, LG, HTC und weiteren Herstellern installieren und auf Fehler untersuchen zu lassen. Insgesamt stehen Entwicklern nun 20 Geräte zur Verfügung – bisher waren es nur etwa halb so viele.

Mit dem Update können Entwickler auf der Spark-Service-Stufe begrenzt kostenlose Tests vornehmen: Fünf Tests pro Tag auf physischen Geräten sind kostenfrei, zehn auf virtuellen Smartphones – es ist nicht einmal erforderlich, Kreditkartendaten zu hinterlegen.

Firebase-Crash-Reporting verlässt die Beta

Mit dem Firebase Crash Report könnt ihr rasch Fehler analysieren. (Bild: Google)
Mit dem Firebase-Crash-Report könnt ihr rasch Fehler analysieren. (Bild: Google)

Langfristig soll Firebase die Anlaufstelle für alle App-Developer sein.

Ein elementarer Teil von Firebase ist Firebase Analytics. Mit dem Tool könnt ihr die Verbreitung eurer Apps beobachten und sogar sehen, wie es um die Versionenverteilung bestellt ist und in welchem Land und welcher Stadt die App beliebt ist. Des Weiteren liefert Firebase Analytics interessante Einblicke darüber, wie User eure Apps nutzen. Entwickler können damit (nahezu) alles tracken, was sie sich wünschen. Es ist ohne Einschränkungen kostenlos nutzbar. Firebase Analytics stammt übrigens vom gleichen Team, das auch das Web-Analytics-Tool entwickelt.

Neben der Versionsverteilung und weiteren Daten können in Firebase Analytics auch Erkenntnisse des Tools Crash Analytics angezeigt werden. Dieser Dienst hat im November die Betaphase verlassen und steht in Version 1.0 bereit. Mit diesem könnt ihr App-Abstürze diagnostizieren und reproduzieren, um den Fehler einfacher zu orten und beheben zu können. Firebase-Crash-Reporting funktioniert sowohl für iOS- als auch für Android-Apps.

Firebase Analytics mit Live-Reporting und mehr

Firebase Analytics. (Bild: Google)
Firebase Analytics. (Bild: Google)

Mithilfe der Analyse der App-Nutzungs-Daten könnt ihr rasch überblicken, wie die App bei den Usern ankommt und ob bestimmte Funktionen der Anwendung besonders stark genutzt werden. Für Spieleentwickler interessant: Ihr könnt sogar auswerten, welches Level am meisten In-App-Kaufumsätze beschert und gegebenenfalls nachsteuern, um die Frustschwelle von Spielern zu senken, damit sie „am Ball“ bleiben und nicht vorzeitig aussteigen. Um die Optionen der App-Optimierung zu steigern, hat Google neue Funktionen integriert:

  • Echtzeit-Upload von Events, die zu vielen Konversionen führten
  • Echtzeit-Export zu BigQuery (Report Templates)
  • DebugView: Analysiert in Echtzeit, auf welchem Screen User die meiste Zeit verbringen. Ab sofort verfügbar, aber vorerst nur für Teilnehmer der Firebase Summit 2016 in Berlin.
  • StreamView (Preview): Reports zeigen in Echtzeit, wo die User der App sind – weltweit und nach Region beziehungweise Stadt – sowie welche App-Version User nutzen. Beim Rollout einer neuen App-Version bekommt ihr einen Blick auf aktuelle Updatezahlen.
Mit Firebase Analytics könnt ihr in Echtzeit Einblicke in die Nutzung eurer Apps werfen. (Bild: Google)
Mit Firebase Analytics könnt ihr in Echtzeit Einblicke in die Nutzung eurer Apps erhalten. (Bild: Google)

Um die Targeting-Optionen zu erweitern, hat Google die Verknüpfung zwischen Firebase Analytics und anderen Firebase-Funktionen verbessert, beispielsweise Dynamics Links und Remote Config. So ist es jetzt unter anderem möglich, einen dynamischen Link zu eurer Facebook-Page setzen – Analytics identifiziert den Link entsprechend im Reporting.

Firebase jetzt mit Unity-Plugin; Firebase UI in Version 1.0

Für Game-Entwickler bietet Google sogar ein Plugin für Unity an. Das neue Tool unterstützt Analytics, die Echtzeit-Datenbank, Authentifizierung, dynamische Links, Remote Config, Benachrichtigungen und mehr. Des Weiteren wurde der Support für das C++-SDK und für die Echtzeit-Datenbank erweitert.

Darüber hinaus hat Google die FirebaseUI-Library, die diverse UI-Elemente für die App-Entwicklung liefert, auf Version 1.0 angehoben. FirebaseUI 1.0 enthält einen Drop-in-UI-Flow zur Firebase-Authentifizierung mit bekannten Anbietern wie Google, Facebook und Twitter. Der neuen Version wurden außerdem Funktionen wie Client-seitige Joins und Schnittpunkte für die Echtzeit-Datenbank, inklusive der Integration von Glide und SDWebImage, verpasst. Mit letzteren Features wird der Download und die Anzeige von Bildern, die im Firebase-Storage liegen, ein Kinderspiel, so Google.

Wer sich mit Firebase noch nicht vertraut gemacht hat oder neue Funktionen kennen lernen will, kann sich für den Firebase-Kurs auf Udacity anmelden. Es werden Kurse sowohl für iOS- als auch für Android-Entwickler kostenlos angeboten. Außerdem könnt ihr euch die Neuerungen in einer Demo-App näher ansehen.

In diesem Jahr wird es Google zufolge kein größeres Update für Firebase mehr geben. Schenken wir Ben Galbraith, seines Zeichens Lead Product and Developer Relations in Googles Developer Products Group, Glauben, dann wird Firebase auf der nächsten Google I/O 2017 standesgemäß ein weiteres großes Update erhalten – die eine oder andere Funktion soll Entwickler gar überraschen.

Auch lesenswert: Superschnelle Smartphone-Apps: Was hinter Googles „Android Instant Apps“ steckt und Kein Buzzword-Bingo: Was sind Progressive Web Apps?

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