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Mehr Datenschutz: Firefox 59 entfernt Referrer-Informationen

(Foto: Mozilla)

Firefox 59 überträgt im privaten Modus zukünftig nicht mehr die gesamte URL beim Klicken auf einen Link. Das soll der Privatsphäre der Nutzer dienen.

Wenn ihr im Web auf einen Link klickt, dann überträgt euer Browser gemäß dem HTTP-Standard die URL der Ursprungsseite an den Server. Die Ursprungs-URL wird dabei als Referrer bezeichnet. Da dabei jedoch üblicherweise die gesamte URL übertragen wird, kann es vorkommen, dass sich persönliche Daten in den Parametern befinden. Genau das unterbindet die nächste Version von Firefox zukünftig – allerdings nur im privaten Modus.

Firefox 59 sendet zwar auch im privaten Modus die URL mit, entfernt aber den kompletten Pfad und alle Parameter, wenn der Referrer an einen anderen Server übertragen werden soll. Übrig bleibt dann nur noch die Domain. Das gilt auch für alle in eine Seite eingebundenen Elemente, die von einer anderen Domain stammen. Firefox 59 erscheint im März 2019. Wer die nächste Browser-Version vorab testen möchte, der kann schon jetzt die Beta-Version herunterladen.

Persönliche Daten: Staatliche US-Website hatte persönliche Daten per Referrer übertragen. (Screenshot: EFF)

US-Gesundheitswebsite hatte persönliche Daten per Referrer verbreitet

Eigentlich sollen Sever selbst sicherstellen, dass sie keine personenbezogenen Daten über den Referrer an Dritte weitergeben. Dass das allerdings in der Realität nicht immer passiert, zeigte beispielsweise das staatliche Krankenkassenportal healthcare.gov aus den USA. Es hatte über die angehängten Parameter Daten wie Postleitzahl, Einkommensniveau und Informationen darüber, ob die Person schwanger ist oder raucht, über den Referrer weitergegeben.

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