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Analyse

Firefox soll Nutzer vor Websites mit Datenlecks warnen

(Foto: Mozilla)

Firefox könnte Nutzer in Zukunft vor Websites warnen, die in der Vergangenheit Opfer eines Datendiebstahls waren. Für mehr Sicherheit wird ein Pranger allein jedoch kaum sorgen.

Website-Pranger: Firefox soll vor vergangenen Datenlecks warnen

Die Anzahl der Websites, denen sensible Nutzerdaten wie E-Mail-Adresse oder Passwörter bei einem Hack entwendet wurden, ist längst unüberschaubar geworden. Der Firefox-Browser soll Nutzer daher beim Aufrufen einer solchen Website einen Warnheinweis geben. Dazu arbeitet Browser-Macher Mozilla mit Troy Hunt zusammen. Der Entwickler betreibt die Website „Have i been pwned“, auf der er akribisch alle bekannten Datenlecks sammelt und Besuchern die Möglichkeit gibt, zu überprüfen, ob ihre E-Mail-Adresse in einem der Hacks betroffen war.

Noch befindet sich die Arbeit an der Funktion in einer recht frühen Phase. Der Warnhinweis existiert derzeit nur in Form einer Erweiterung, deren Code auf Github veröffentlicht wurde. Die Erweiterung ist jedoch nur ein erster Entwurf und die Ausgestaltung der Funktion könnte sich bis zum Release noch deutlich ändern. Das ist wohl auch gut so, denn bislang zeigt sie wirklich nur einen Warnhinweis auf betroffenen Websites an. Darüber hinaus gibt es derzeit lediglich ein Feld, um sich in einen Verteiler einzutragen, der über zukünftige Datenlecks per E-Mail informiert.

Firefox Quantum: Der neue Mozilla-Browser in Bildern
(Screenshot: Firefox Quantum)

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Kann die geplante Firefox-Funktion für mehr Sicherheit sorgen?

Wie sinnvoll die Funktion am Ende sein wird, hängt stark von der Umsetzung ab. In ihrer jetzigen Fassung dürfte sich der Zugewinn an Sicherheit in Grenzen halten. Klar, wird ein neues Datenleck öffentlich, wäre die Funktion ein schneller und effektiver Weg, um betroffene Nutzer zu warnen. Auch erhöht sich zumindest theoretisch der Druck auf Websites, wenn sie fürchten müssen, dass etwaige Datenpannen zukünftig jedem Besucher angezeigt werden.

Was derzeit aber vor allem noch fehlt, sind genauere Angaben zum jeweiligen Hack. Schon alleine die Frage, wann ein Datendiebstahl stattgefunden hat, wäre enorm hilfreich. Wenn eine Website vor fünf Jahren Nutzerdaten verloren hat, der Firefox-Nutzer aber erst seit einem Jahr dort ein Konto unterhält, könnte ein Warnhinweis ohne weitere Informationen für unnötigen Irritationen sorgen. Auch eine direkte Prüfung der eigenen E-Mail-Adresse beim Login wäre denkbar. Das müsste dann aber auf freiwilliger Basis geschehen. Letztlich wären aber vor allem Tipps zur Account-Sicherheit am sinnvollsten. Wobei sich die Frage stellt, inwieweit sich das im Rahmen der angedachten Funktion umsetzen ließe.

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