Firefox: Mehr Datenschutz im Browser – mit Letterboxing gegen Fingerprinting

(Foto: dpa)

Letterboxing ist eine seit 2015 im Tor-Browser eingesetzte Technik, die sogenanntes Fingerprinting von Werbetreibenden blockieren soll. Mit Letterboxing soll die Größe eines Browserfensters vor Anzeigennetzwerken verborgen werden, damit diese Information nicht für das Anlegen von Nutzerprofilen und personalisierte Online-Werbung verwendet werden kann, wie ZD-Net berichtet.

Firefox: Graue Bereiche um Websites verschleiern Bildschirmgröße

Jetzt will Mozilla diese Technik – etwas modifiziert – auch in den Firefox-Browser bringen. Dabei werden graue Bereiche um die im Fenster angezeigte Website hinzugefügt, wenn Nutzer die Browsergröße verändern. Die grauen Bereiche werden nach und nach wieder entfernt, sobald die Änderung der Größe des Browserfensters abgeschlossen ist.

Laut ZD-Net ist die Größe des Browserfensters einer der Faktoren, über die Anzeigennetzwerke Nutzer über verschiedene neue URL und Browser-Tabs tracken können. Über das Letterboxing werden die Anzeigennetzwerke ausgetrickst, indem sie falsche Fenstergrößen übermittelt bekommen. Das Ganze funktioniert auch, wenn Nutzer das Browserfenster maximieren oder den Full-Screen-Modus einstellen.

Das Letterboxing-Feature ist derzeit schon in der Testversion Firefox Nightly enthalten. Wie im für Mitte Mai erwarteten offiziellen Firefox 67 muss das Letterboxing aber eigens aktiviert werden. Dazu müssen Nutzer im Firefox die Seite about:config aufrufen und in die Suchleiste privacy.resistFingerprinting eingeben. Dort muss der Wert dann auf true gestellt werden.

Letterboxing ist Teil des Mozilla-Projekts Tor Uplift, mit dem Mozilla seit 2016 Funktionen des Tor-Browsers in Firefox implementiert. Dazu gehören das Blocken von bekannten Fingerprinting-Domains sowie der mit Firefox 63 eingeführte erweiterte Tracking-Schutz.

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