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HTML in Firmenname: Britische Firma wird als Sicherheitsrisiko eingestuft

Ein britisches Unternehmen muss seinen Namen ändern, weil er Code in Websites injizieren konnte.

1 Min. Lesezeit

(Foto: Melody Smart/Shutterstock)

Das entschied die britische Behörde Companies House, die für das dortige Handelsregister zuständig ist. Der Firmenname bestand aus HTML-Code, der wie ein klassischer Cross-Site-Scripting-Angriff (XSS) aufgebaut war und das Ausführen von Javascript-Code im Kontext einer Website ermöglichen konnte – darunter die Website der britischen Behörde.

Er habe den Firmennamen nicht etwa gewählt, um die Website des Companies House anzugreifen, vielmehr hielt er ihn für „einen lustigen, verspielten Namen“ für sein Beratungsunternehmen, erklärte der Firmengründer der britischen Zeitung Guardian. Das kann man sich bei dem ursprünglichen Firmennamen aber fast nicht vorstellen:

„><SCRIPT SRC=HTTPS://MJT.XSS.HT> LTD

Wird der HTML-Code, nichts anderes ist der Firmenname, nicht ordentlich validiert und in einem HTML-Element in einer Website ausgegeben, wird ein Skript von der URL im Firmennamen im Kontext der Website ausgeführt. Das hinterlegte Skript habe nur eine harmlose Warnung ausgegeben, schreibt der Guardian. Allerdings hätte es zu einem späteren Zeitpunkt auch für Angriffe genutzt werden können.

Nun wurde die Firma in „That Company whose Name used to contain HTML Script Tags LTD“ (zu Deutsch: die Firma, deren Name früher HTML-Script-Tags enthielt LTD) umbenannt. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Firmenname Code enthält. So sollte der Firmenname „; DROP TABLE „COMPANIES“;– LTD“ mittels eines SQL-Befehls Inhalte der Datenbank löschen. Allerdings wurden die Firmen laut dem Guardian nicht zu einer Namensänderung gezwungen. Auf der Website der Behörde Companies House werde statt des Namens schlicht „Name der Firma auf Anfrage erhältlich“ ausgegeben.

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Autor des Artikels ist Moritz Tremmel.

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