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Entwicklung & Design

Fleex: Sprachenlernen beim Filme gucken

Mit dem Programm Fleex will ein französischer Entwickler das Lernen fremder Sprachen revolutionieren. Die Idee dahinter ist simpel: Man schaut sich fremdsprachige Filme oder Serien auf dem Rechner an und Fleex sucht vollautomatisch nach Untertiteln in der Originalsprache sowie der eigenen Sprache. Auf die Art soll der Zuschauer dann zum Beispiel anhand von Game of Thrones englisch lernen können.

Fleex: Tipps in französischer Sprache

Fleex basiert auf dem VLC-Player. Sollte die aktuelle Version des Media-Players nicht schon auf dem Rechner installiert sein, wird sie während des Setups runtergeladen. Nach der Installation muss man entweder per E-Mail oder Facebook ein Konto bei Fleex einrichten. Hat man diese Hürde überwunden, kann es losgehen. Vorausgesetzt natürlich. man hat entsprechende Filmdateien auf seinem Rechner liegen – der Entwickler selbst zeigt in seinem Demovideo, wie eine Folge von Game of Thrones in den Player geladen wird. Fleex analysiert die ausgewählte Datei und lädt anschließend die Untertitel in der Originalsprache sowie einer Sprache eurer Wahl herunter. In einem kurzen Test funktionierte das bei mir recht gut.

Um das Programm dem eigenen Sprachwissen anzupassen, kann man mithilfe eines Schiebereglers auswählen, zu wie viel Prozent die gezeigten Untertitel in der Originalsprache und zu wie viel der Muttersprache entstammen sollen. Auch diese Funktion scheint ihren Dienst zu verrichten wie sie soll. Laut Eigenwerbung soll das Tool allerdings je nach Einstellung nur die einfacheren Sätze im Original anzeigen. Bei mir hingegen schien die Auswahl eher willkürlich – hier gäbe es Verbesserungspotenzial. Auch scheint es dem Programm egal, welche Sprachen man auswählt, Tipps werden konsequent in französischer Sprache angezeigt.

Fleex: Automatische Suche nach Untertiteln

Ein weiteres Beispiel von Fleex mit einer Folge How I Met Your Mother. (Screenshot: fleex.com)
Ein weiteres Beispiel von Fleex mit einer Folge How I Met Your Mother. (Screenshot: fleex.com)

Zieht man den Cursor über die eingeblendeten Untertitel, pausiert der Film und man bekommt die aktuelle Textzeile in beiden Sprachen untereinander angezeigt. Kleine Flaggen neben den jeweiligen Untertiteln klären über die Herkunft der jeweiligen Sprache auf. Ob jemand, der ohne visuellen Hinweis seine Muttersprache nicht von einer anderen unterscheiden kann, wirklich eine Fremdsprache lernen sollte, sei mal dahingestellt. Versteht man einzelne Wörter trotz direkter Gegenüberstellung nicht, so reicht ein Klick auf das entsprechende Wort und man bekommt einen passenden Wörterbucheintrag dazu angezeigt. Diese Daten bezieht Fleex übrigens von WordReference.com.

Ob ein Tool wie Fleex tatsächlich beim Lernen einer Fremdsprache hilft, halte ich zumindest für fragwürdig. Um bereits vorhandene Sprachkenntnisse aufzufrischen, ist es aber durchaus interessant. Andere Nutzer freuen sich zumindest über die automatische Suche nach passenden Untertiteln. Fleex gibt es derzeit nur für Windows, eine MacOS-Version soll aber folgen.

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5 Reaktionen
Silvius

Die Idee mit Videos Sprachen zu lernen ist toll aber nicht neu! Lingorilla.com bietet auf Basis dieser Lernmethode unterhaltsame Videos und interaktive Übungen für Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Deutsch als Fremdsprache an.

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Olaf Barheine

Schade, dass die ausländischen Fernsehsender reihenweise ihre Teletexte abschalten. Französische Filme mit französischen Untertiteln haben mir immer sehr geholfen, die Sprachkenntnisse mal wieder aufzufrischen. DVD in Originalsprache mit eingeschalteten Untertiteln hat auch einen großen Lerneffekt. Mal sehen, was Fleex leistet, dass man nicht einrostet.

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Andreas

Ich schauen nur Filme mit Untertitel und mir hilft es ungemein eine fremde Sprache zu lernen. Man lernt die Aussprache, schriftweise und teilweise Wörter aus dem normalen Alltagsgebrauch. Ich glaube für asiatische Sprache könnte diese Art & Weise des Lernes ein Vorteil sein. Bei einem guten Film ist der Lerneffekt voll und ganz gegeben. Warum nicht?

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Simon Schick

Die Idee hier find ich ganz gut ... wenn's das jetzt noch für die Sprachaufnahmen gäbe, wäre ich glatt bereit wieder Geld für Videos auszugeben :D

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Maik

Da hat jemand wohl statt .tv ausversehen .com in die URL geschmugelt ;)
Siehe letzter Link

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