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Flixbus testet Brennstoffzelle als alternativen Antrieb

Flixbus will einen Brennstoffzellenbus testen. (Bild: Joerg Huettenhoelscher / Shutterstock)

Nach drei Elektrobussen will Flixbus künftig auch einen Brennstoffzellenbus einsetzen. Die Technologie verspricht eine hohe Reichweite und schnelles Auftanken.

Ein Reisebus von Flixbus soll künftig mit einer Brennstoffzelle angetrieben werden, die Wasserstoff durch die Kombination mit Sauerstoff in Strom umwandelt. Wie das Unternehmen Flixmobility angekündigt hat, kooperiert es dafür mit Freudenberg Sealing Technologies. Es wäre damit nach eigenen Angaben das erste Unternehmen, das Fernbusse mit Brennstoffzellen antreibt.

Flixbus setzt auf emissionsfreie Fernreisen

Die neuen Brennstoffzellenbusse von Flixbus sollen demnach eine Reichweite von 500 Kilometern haben und sich innerhalb von 20 Minuten auftanken lassen. Auch die Beschleunigung soll vergleichbar mit der von herkömmlichen Bussen sein.

„Wir wollen die Zukunft der Mobilität mitgestalten“, sagt Fabian Stenger, Geschäftsführer Flixbus DACH, laut Pressemitteilung. Drei Elektrobusse seien bereits Teil der Flixbus-Flotte. Claus Möhlencamp, CEO von Freudenberg Sealing Technologies, sieht demnach in der Kombination beider Technologien eine Chance: „Wir sehen die Brennstoffzelle in Kombination mit Batterien als festen Bestandteil der Mobilität der Zukunft.“ So könnten Batterie- und Brennstoffzellen in einem Hybridsystem kombiniert werden.

Erste Gespräche mit Herstellern

Die E-Flixbusse sind von BYD und Yutong aus China produziert worden. „Die Brennstoffenzellentechnik ist nun vor allem für europäische Bushersteller eine Chance, die Mobilitätswende endlich mitzubestimmen“, heißt es in der Mitteilung. Demnach führt Flixbus bereits Gespräche mit Herstellern. Außerdem hofft Flixbus auf eine öffentliche Förderung im Rahmen des „Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.“

Wasserstoffverbrennungsmotoren sind nach Ansicht einiger Experten eine vielversprechende Alternative zum Elektroauto mit Batterie. Sie stoßen ebenfalls keine Schadstoffe oder CO2-Emissionen aus, haben aber eine höhere Reichweite und schnellere Tankzeit. Für die Herstellung von Wasserstoff, der im Auto in Strom umgewandelt, wird, ist allerdings wiederum Strom nötig. Deshalb sehen Umweltexperten Wasserstoffverbrennungsmotoren eher kritisch. Außerdem hakt es noch bei der Infrastruktur: In Deutschland gibt es derzeit noch kein flächendeckendes Tankstationen-Netz.

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4 Kommentare
Sven

Die Brennstoffzelle könnte etwas bewirken – wenn da nicht die Tatsache wäre, dass es kaum Tankstellen gibt. Wenn da der Ausbau des Netzes mal nicht viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte in Anspruch nimmt. Sei es drum: der Tag, an dem wir aufhören, fossile Brennstoffe zu verheizen muss kommen. Besser heute als morgen.

Warum indes die Heizung der Wahl in den Häusern der Menschen in der Hauptsache Gas verbrennt, statt elektrisch betrieben zu werden, erschließt sich mir bis heute nicht.

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Gastbeitrag
Gastbeitrag

Der Artikel ist sehr unscharf bezüglich der Formulierung Verbrenner. Bei dem Flixbus handelt es sich ja um Antrieb via Brennstoffzelle, also eine galvanische Zelle wo kontinuierlich chemische in elektrische Energie umgewandelt wird. Wasserstoffverbrennungsmotoren hingegen basieren auf der Knallgasreaktion.

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Manuel X.
Manuel X.

Na das ist ja toll.

Man lässt in China Sachen bauen und als Revolution verkaufen, welche deutsche Hersteller (damals DaimlerChrysler – Evobus) schon kurz nach der Jahrtausendwende gebaut haben. Und das Zeug hat damals schon funktioniert.

Naja…
Da hätte man ein wenig mehr Hintergrund einfliessen lassen können. Aber das hätte wohl Recherche gekostet.

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Sebastian Krüger
Sebastian Krüger

Mit Batterie liegt die Reichweite aktuell bei 470 km (Nova-Bus) und das ist erst der Anfang. Vorteil: Viel höhere Effizienz als Wasserstoff-Technologie.

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