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Flixtrain-Betreiber verklagt die Deutsche Bahn

Flixtrain versus Deutsche Bahn. (Bild: Flixmobility)

Das Startup Flixmobility, Betreiber von Flixbus und Flixtrain, soll die Deutsche Bahn wegen unlauterem Wettbewerb verklagt haben. Davon weiß die Deutsche Bahn aber angeblich nichts.

Seit etwa einem Jahr ist Flixbus-Betreiber Flixmobility im Bahngeschäft aktiv. Im August 2017 hatte das Münchener Startup die insolvente Bahn-Alternative Locomore übernommen. Im Frühjahr baute Flixmobility dieses Angebot noch aus. Seitdem rollen die Züge des Unternehmens als Flixtrain in Flixbus-grün über die Schienen. Das Verhältnis zur Deutschen Bahn galt als angespannt. Jetzt hat Flixmobility laut Manager-Magazin die Deutsche Bahn verklagt.

Rivale zerrt DB vor den Kadi: Flixtrain klagt wegen Benachteiligung auf Bahn.de

Konkret soll das Startup am 31. Juli Klage gegen Deutsche-Bahn-Tochter DB Vertrieb vor dem Landgericht Hamburg eingereicht haben. Grund ist, dass Flixmobility sein eigenes Zugangebot auf der Plattform Bahn.de benachteiligt sieht. So sollen dort etwa keine Preise für Flixtrains angezeigt und fehlerhafte Fahrpläne gelistet werden. Zudem würden Flixtrains oft nicht angezeigt, wenn Nutzer in der Standardeinstellung „schnelle Verbindungen bevorzugt“ suchten, schreibt das Manager-Magazin.

Flixmobility wirft der Deutschen Bahn daher unlauteren Wettbewerb vor. Schließlich, so Flixmobility-Chef André Schwämmlein gegenüber dem Manager-Magazin, sei die Deutsche Bahn „gesetzlich dazu verpflichtet“, auf Bahn.de alle Reiseoptionen auf der Schiene anzuzeigen. Die Deutsche Bahn weiß eigenen Angaben zufolge allerdings bisher nichts von einer Klage. Stattdessen gab sie an, schon einiges im Sinne von Flixtrain verändert zu haben.

Das Flixbus-Gründerteam (v.l.n.r.): Daniel Krauss, Jochen Engert und André Schwämmlein. (Foto: Flixmobility)

Das ist aber noch nicht alles. Flixmobility fühlt sich von der Deutschen Bahn auch bei den Strecken benachteiligt. Zuletzt habe der Bahn-Wettbewerber Düsseldorf und mehrere Städte im Ruhrgebiet über Monate hinweg umfahren müssen. Das habe lange Verspätungen zur Folge gehabt. Teilweise hätten Verbindungen ganz gestrichen werden müssen, klagt das Startup. Auch hier wolle Flixmobility notfalls rechtliche Schritte in Betracht ziehen, wenn die Deutsche Bahn keine „wirtschaftlich zu betreibenden Vorschläge“ mache, so Schwämmlein.

Ebenfalls interessant: Jagd auf den Greyhound – Flixbus greift auf dem US-Markt an

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Bahnfahrer

Von gleichberechtigtem Nebeneinander kann man derzeit wirklich nicht sprechen. Die Züge von Flixtrain erhalten offenbar nur niedrigste Priorität auf der Schiene und müssen häufig in Stationen lange warten und Züge der Deutschen Bahn passieren lassen.

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