News

Pizza per Roboter: Ford und Domino’s bringen Essen mit selbstfahrenden Autos

Ford will mit Hilfe vpn Argo AI bis 2021 die ersten selbstfahrenden Autos auf die Straße bringen. (Foto: Ford)

Pizza per Roboter? An dieser Vision arbeiten die beiden US-Konzerne Ford und Domino’s. Ab September wollen sie Essen mit selbstfahrenden Autos ausliefern. 

Wer in der Nähe von Detroit Pizza bei Domino’s bestellt, der könnte sie schon bald von einem selbstfahrenden Auto geliefert bekommen. Ab September will die Fast-Food-Kette gemeinsam mit dem Autokonzern Ford ihr Essen in einigen Fällen mit Ford-Fusion-Hybrids bringen, wie die beiden Unternehmen am Dienstag bekanntgaben. Mit dem Test wollen die Konzerne herausfinden, wie Konsumenten mit den selbstfahrenden Autos umgehen.

Dafür wollen sie die Fahrzeuge zu zufällig ausgewählten Kunden in Ann Arbor in Michigan schicken. Die Besteller können den Weg des Autos via GPS auf ihrem Smartphone verfolgen. Per Textnachricht werden sie informiert, wie sie ihre Pizza entgegennehmen können. Dafür erhalten sie einen Code, der mit den letzten vier Zahlen der eigenen Telefonnummer übereinstimmt. Mit diesem können sie einen Container im Auto öffnen, der die Pizzen warmhält.

Ford will bis 2021 selbstfahrende Autos auf die Straße bringen

Auch wenn die Fahrzeuge selbstfahrende Technologie enthalten, werden sie zunächst noch von Ford-Mitarbeitern gefahren. Mit Wissenschaftlern an Bord wollen die Unternehmen so herausfinden, wie die Kunden reagieren. „Wir wollen nicht warten, bis wir technologisch so weit sind und den Fahrer nicht mehr brauchen“, erklärt Sherif Marakby, Vizepräsident selbstfahrende Autos bei Ford, gegenüber The Verge. Auch wenn die Technologie noch nicht reif für die Straße sei, so versuche man, mit der Forschung schon jetzt zu beginnen. „Wir wollen lernen, wie die Leute über diese Art der Lieferung denken“, lässt sich Domino’s-Präsident Russell Weiner in einer Mitteilung zitieren.

Ford will bis 2021 selbstfahrende Autos auf die Straße bringen. Domino’s soll nur der erste Partner sein, mit dem der Autokonzern die Technologie testet. Weitere Kooperationen sollen folgen. Der Pizzalieferant selbst hat sich schon in Neuseeland an neuartigen Technologien ausprobiert. Dort brachte er Essen etwa per Drohne beziehungsweise Roboter.

Die beiden Konzerne sind längst nicht die einzigen, die automatisierte Lieferung testen. Auch Unternehmen wie Uber und Amazon versuchen sich an selbstgesteuerten Geräten. Wie das bei dem Kunden ankommt, wird auch von der Lebenssituation abhängen. Wer sich eine Pizza in den vierten Stock liefern lässt, der sieht möglicherweise keinen Vorteil in einem selbstfahrenden Auto, wenn er dafür selbst den Weg nach unten antreten muss.

Mehr zum Thema: 

Zur Startseite
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

2 Kommentare
Simon
Simon

Gut gemeinte Idee, welche einmal mehr zu Lasten der einfachen Erwerbstätigkeit gehen dürfte. Taxifahrer, Paketboten, Zeitungsverteiler, Einzelhändler – wer braucht die schon…

Ganz ehrlich: wenn ich an den Kundendienst meines Autohändlers denke, möchte ich mir gar nicht vorstellen, wie sich so eine unpersönliche Pizzalieferung durch Ford anfühlt. Wahrscheinlich muss man
vorab die Belagsoptionen über einen schier endlosen Zubehörkatalog definieren und der angebrannte Teig wird via Softwareupdate nachgebessert.

Für meinen Teil bleibe ich beim Toni um die Ecke: ein kurzer Schnack zum Abendessen, Pizza von seiner Mama aus dem Steinofen, dazu ein Hauswein. Und das gute Gefühl einer wohl integrierten Familie etwas Gutes getan zu haben und keinem Aktionär, Manager oder Juristen. Entscheidet selbst…

Antworten
LeaBmann
LeaBmann

Da bekommt Essen auf Rädern eine ganz neue Bedeutung :D
Ich bleibe aber meinem geliebten https://www.meyer-menue.de/ treu,
da begrüßt mich wenigstens noch ein netter Fahrer.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung