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Strategieschwenk: Ford setzt jetzt auch voll auf Elektromobilität

Ford. (Foto: t3n)

Nach Branchenprimus GM hat auch der zweitgrößte US-Autobauer Ford einen Schwenk hin zur Elektromobilität vollzogen. Insbesondere in China will sich der Konzern neu ausrichten.

Elektromobilität: Ford baut Milliarden-Programm aus

In den USA haben sich die großen Autobauer voll der Elektromobilität verschrieben. General Motors (GM) etwa will bis 2023 mindestens 20 Elektroautos auf den Markt bringen. Jetzt hat auch Ford am Stammsitz in Detroit das sogenannte „Team Edison“ gegründet, dessen Mitarbeiter sich künftig um Investitionen in Elektroautos bemühen sowie Partnerschaften mit Zulieferern ausloten sollen. Die Summe der Investitionen in die Elektromobilität soll von bisher 4,5 Milliarden US-Dollar deutlich steigen. Vor allem der chinesische Automarkt steht im Fokus.

Elektroautos: Ford richtet sich noch stärker auf Elektromobilität aus – insbesondere in China. (Bild: Ford)

In einer Anfang des Jahres ausgegebenen Hybrid-Offensive hatte Ford angekündigt, bis 2022 insgesamt 13 Hybrid- und reine Elektroautos auf den Markt bringen zu wollen – geplant ist auch ein autonomes Fahrzeug. Die erneuerte Strategie umfasst jetzt auch, dass Ford bis 2019 sämtliche Neuwagen in den USA mit Vernetzungstechnik ausstatten will. 2020 sollen schon 90 Prozent der Fahrzeuge des Autobauers vernetzt sein, wie Heise Online berichtet. Darüber hinaus wolle Ford ein Drittel weniger als bisher in Verbrennungsmotoren investieren und dieses Geld zusätzlich in die Entwicklung von E-Autos stecken.

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In China will Ford mit E-Vans und E-Trucks auch den Unternehmensbereich erobern. Hintergrund: Wegen der hohen Luftverschmutzung werden elektrisch betriebene Fahrzeuge in chinesischen Städten bevorzugt. Darüber hinaus habe bisher keiner der anderen westlichen Hersteller in größerem Maßstab in diesen Bereich investiert, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei Firmeninsider. Darum soll der chinesische Partner bei der Herstellung von Lkw, Jiangling Motors Corp, stärker in Richtung Elektromobilität gedrängt werden. Außerdem würden weitere Partner gesucht.

Ford in China: Absatzrückgang und Elektroquote

In China muss Ford Prognosen zufolge in diesem Jahr einen Absatzrückgang um 4,6 Prozent hinnehmen. Vor fünf Jahren hatte der US-Autobauer noch mit zweistelligem Wachstum aufgewartet. Ein Problem ist offenbar, dass Ford kein leistungsfähiges Elektroauto auf dem chinesischen Markt hat. Spätestens mit der Bestätigung der Elektroquote auf dem boomenden Automarkt in dem Riesenreich wird Ford in diesem Bereich nachbessern müssen.

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