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500-fache Speicherdichte: Forscher entwickeln super langsamen Superspeicher

(Bild: TU Delft/Youtube)

Er ist sehr langsam und funktioniert nur in eisiger Kälte: Ein neuer Superspeicher weiß dennoch zu überzeugen – aufgrund seiner riesigen Speicherdichte.

Superspeicher: Eiskalt und super langsam

Ein von niederländischen Forschern entwickelter Superspeicher kann mit einer riesigen Speicherdichte aufwarten, die jene von derzeit erhältlichen Datenspeichern um das 500-fache übersteigt. Allerdings hat der Speicher einige Nachteile, die ein Arbeiten mit ihm bisher erschweren. So dauern sowohl das Lesen als auch das Schreiben von Daten sehr lange. Außerdem funktioniert der Superspeicher nur dann richtig, wenn um ihn herum eisige Kälte von minus 196 Grad Celsius herrscht.

Der von Forschern der TU Delft entwickelte Superspeicher macht sich Eigenschaften von Chloratomen zunutze. (Bild: TU Delft/Youtube)
Der von Forschern der TU Delft entwickelte Superspeicher macht sich Eigenschaften von Chloratomen zunutze. (Bild: TU Delft/Youtube)

Der Superspeicher basiert auf dem Verhalten von Chloratomen auf einer Kupferoberfläche. Lücken in deren Atomgitter werden zur Speicherung von Bits und Bytes verwendet, ähnlich wie in einem Schiebepuzzle, wie die Forscher erklären. Wie groß die auf diese Weise erreichbare Speicherdichte ist, verdeutlicht Studienleiter Sander Otte von der Technischen Universität im niederländischen Delft. Alle Bücher, die die Menschheit jemals hervorgebracht habe, könnten mit dem Verfahren auf einer Briefmarke gespeichert werden.

Superspeicher: Zwei Minuten für 64 Bit

Das dürfte allerdings ziemlich lange dauern, denn das Auslesen eines 64-Bit-Blocks dauert eine Minute. Bis dieselbe Datenmenge geschrieben ist, vergehen sogar zwei Minuten. Nicht zu vergessen die eiskalte Umgebung. Otte gesteht dann auch ein, dass das Speichern von Daten auf atomarer Skala noch lange nicht für den alltäglichen Einsatz bereit ist. Allerdings sei mit dem in der Fachzeitschrift Nature Nanotechnology dargelegten Verfahren ein großer Schritt in diese Richtung gelungen.

Interessant in diesem Zusammenhang ist der t3n-Artikel: „Dieser kleine Glaspuck speichert 360 Terabyte Daten – auf ewig“.

via www.heise.de

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