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Achtfache Kapazität – Forscher erzielen einen Durchbruch bei Fluorid-Ionen-Akkus

(Bild: Shutterstock)

Forscher haben einen Durchbruch bei Akkus auf Fluorid-Ionen-Basis erzielt, die eine achtfache Energiekapazität versprechen. Ein baldiger Marktstart ist aber nicht zu erwarten.

Schnelleres Laden, mehr Kapazität, längere Haltbarkeit – Ankündigungen für potenziell revolutionäre neue Akkutechnologien gibt es immer mal wieder. Bisher hat es aber keine wirkliche Akku-Revolution auf den Markt geschafft. Auch der jetzt von Forschern gefeierte Durchbruch bei der Entwicklung von Akkus auf der Basis von Fluorid-Ionen wird in absehbarer Zeit kaum ein fertiges Produkt zur Folge haben.

Fluorid-Ionen-Akkus könnten 8-fache Energiekapazität bringen

Dabei wäre es durchaus an der Zeit für eine Ablösung der gängigen Lithium-Ionen-Akkus. Die aktuelle Smartphone-Generation hält bei „normaler“ Beanspruchung nur einen bis zwei Tage durch. Längere Laufzeiten würden derzeit nur durch größere Akkus erreicht, die Smartphones sollen aber immer dünner werden – ein Dilemma, das Fluorid-Ionen-Akkus lösen könnten, wie Heise schreibt. Denn solche Akkus versprechen eine bis zu achtfache Energiekapazität im Vergleich zu herkömmlichen Akkus.

Bisher konnten Fluorid-Ionen nicht für den praktischen Einsatz in Akkus verwendet werden, da man dafür auf Feststoff-Elektrolyte angewiesen war, die erst ab einer Temperatur von 150 Grad Strom produzierten. Das soll sich jetzt entscheidend geändert haben. 20 Forscher aus Japan und den USA haben eine Möglichkeit gefunden, dank der Fluorid-Ionen-Akkus auch bei Raumtemperatur funktionieren würden.

Erste Test-Zellen haben laut den Forschern sieben Lade- und Entladezyklen erreicht – für den Einsatz in Geräten sollte das aber auf 1.000 oder mehr Zyklen gesteigert werden. Bis wirklich einsatzfähige Fluorid-Ionen-Akkus auf den Markt kommen, könnte es also noch ein paar Jahre dauern.

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