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Frankreich vereinfacht Versteuerung von Kryptogewinnen

Der Élysée-Palast in Paris. (Foto: Shutterstock)

Frankreich will die Besteuerung von Kryptogewinnen vereinfachen und sie künftig wie jede andere Form von Kapitalerträgen behandeln. Im September 2018 hatte die Regierung bereits eine Anpassung der rechtlichen Vorschriften für die Durchführung von ICO vorgelegt.

Die Finanzkommission der französischen Nationalversammlung hat Pläne zur Senkung der Steuern auf Kryptoerträge vorgestellt. Gewinne aus der Veräußerung von Bitcoins oder anderen Kryptowährungen sollen zukünftig wie alle anderen Kapitalerträge mit 30 Prozent besteuert werden. Bislang mussten französische Krypto-Investoren 36,2 Prozent an Steuern für Kryptoerträge zahlen. Damit der Plan auch so umgesetzt werden kann, benötigt er allerdings noch die Zustimmung des Parlaments. Sollte sich dort kein Widerstand regen, dann würde die neue Steuerregelung ab Januar 2019 in Kraft treten.

Im Rahmen eines Plans zur Förderung des Wirtschaftswachstums hatte die französische Regierung im September 2018 einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Durchführung von Initial-Coin-Offerings (ICO) rechtlich regelt. Das Gesetz soll die Interessen der Anleger schützen und gleichzeitig rechtliche Sicherheit für die ICO-Durchführung liefern. Das Gesetz ermöglicht es der französischen Bankenaufsicht, ICO-Lizenzen an interessierte Krypto-Startups zu vergeben. Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire hofft, die Änderungen würden „Investoren aus der ganzen Welt anziehen“.

Macron will Frankreich zur Startup-Nation machen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte immer wieder betont, er wolle die Grande Nation zu einer Startup-Nation machen. Dazu hat seine Regierung beispielsweise dafür gesorgt, dass Gründer arbeitslosenversichert bleiben, wenn sie ihren Job zugunsten der Gründung eines Startups aufgeben. Außerdem legte der Staat einen zehn Milliarden Euro schweren Fonds auf, der jährlich 300 Millionen Euro generieren soll, die dann wiederum in Zukunftstechnologien investiert werden.

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Ein Kommentar
Philipp-Alexander Blum
Philipp-Alexander Blum

Mhmm interessant. Vielleicht sollte man sich Frankreich mal anschauen. Die Infrastruktur soll auch besser sein.

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