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Französisches Bauunternehmen wird Opfer eines Hackerangriffs: Pläne von Atomanlagen erbeutet

Hacker haben Daten über kritische Infrastruktur erbeutet. (Foto: GlebSStock/ Shutterstock)

Ein französischer Baukonzern ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Hacker haben Daten über kritische Infrastruktur erbeutet – darunter auch Pläne von Atomanlagen.

Hacker haben tausende Dokumente zu kritischer Infrastruktur von einem französischen Bauunternehmen erbeutet. Es geht unter anderem um Atomkraftwerke, Gefängnisse und Straßenbahnnetze, wie der NDR berichtet. Der Angriff betrifft wohl nicht nur Frankreich – der gehackte Konzern Ingérop ist an weltweiten Projekten beteiligt.

11.000 Dateien von zwölf Projekten

Nach Recherchen von NDR, der Süddeutschen Zeitung und Le Monde handelt es sich um einen Datensatz von über 65 Gigabyte. Die über 11.000 Dateien enthalten Informationen über die sogenannte kritische Infrastruktur: Standorte von Videokameras in einem Hochsicherheitsgefängnis, Unterlagen zu einem geplanten Atommüll-Endlager und persönliche Informationen über Mitarbeiter von Ingérop.

Die Dateien gehören zu zwölf verschiedenen Projekten in Frankreich, Spanien und Südamerika – aber nicht alle Projekte würden sich auf tatsächlich umgesetzte Bauvorhaben beziehen, sondern es seien auch bereits verworfene Pläne darunter, heißt es in dem Bericht.

Wer hinter dem Angriff steckt, sei noch nicht klar. Allerdings hätten Anti-Atomkraftaktivisten Ingérop in letzter Zeit vermehrt kritisiert und zu einer Phishing-Kampagne gegen das Unternehmen aufgerufen. Außerdem steht die Durchsuchung eines Dortmunder Kulturzentrums wohl im Zusammenhang mit dem Hack – dort hatten Ermittler im Juli einen Server beschlagnahmt.

Ingérop habe die betroffenen Kunden informiert und Sicherungsmaßnahmen eingeleitet – welche Maßnahmen, verriet das Unternehmen nicht.

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