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Frauen streben seltener in Führungspositionen als Männer – woran liegt das?

Weniger Frauen streben eine Führungsposition an. (Foto: Shutterstock-Sirtravelalot)

Frauen streben weniger in Führungspositionen als Männer. Das zeigt eine Studie der Initiative „Chefsache“. Eine Expertin sagt, woran das liegt.

Gerade einmal 30 Prozent der befragten Frauen streben eine Führungsposition an. Außerdem halten es nur 32 Prozent überhaupt für realistisch, jemals in eine derartige Rolle befördert zu werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Initiative „Chefsache“, in der sich Konzerne wie Allianz, Telekom oder Lufthansa engagieren und die in der aktuellen Spiegel-Ausgabe (Heft 46 / 10.11.2018) thematisiert wird. Bei einer ersten Befragung zu Beginn des Jahres 2018 lagen beide Werte noch etwas höher. Damals gaben immerhin 37 Prozent der Frauen an, eine Führungsrolle anzustreben und 38 Prozent hielten das auch für möglich.

Karrierelust im Job: Männer sehen sich seltener mit Vorurteilen konfrontiert

Deutlich optimistischer sind hingegen Männer. Sie wollen nicht nur häufiger aufsteigen, sie glauben auch, dass sie es schaffen: 43 Prozent streben eine Führungsposition an und 48 Prozent glauben, dass sie ihren beruflichen Werdegang in die entsprechende Richtung bewegen können. Dass Männer sich zudem deutlich seltener als Frauen aufgrund ihres Geschlechts mit Vorurteilen im Beruf konfrontiert sehen, ist ebenfalls eine Erkenntnis der Studie. Julia Sperling, Partnerin bei der an der Initiative beteiligten Unternehmensberatung McKinsey, führt dies auf einen Frustrationseffekt zurück.

„Die Versprechungen der neuen Arbeitswelt haben sich bisher nicht erfüllt.“

Viele Frauen hätten ihrer Auffassung nach erlebt, dass flexible Arbeitszeitmodelle und andere Verheißungen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie nur sehr langsam vorankämen. Weniger als die Hälfte der befragten Frauen glaubt beispielsweise, wirklich ohne berufliche Nachteile von zu Hause aus arbeiten zu können. „Die Versprechungen der neuen Arbeitswelt haben sich bisher nicht erfüllt. Das scheint bei vielen Frauen zu Ernüchterung geführt zu haben“, sagt Sperling. Noch immer sind es vor allem Frauen, die die Kinderziehung übernehmen. Oft hängt das auch mit unterschiedlich hohen Gehältern zusammen.

Die Studie der Initiative „Chefsache“ ist repräsentativ. Dafür wurden zweimal circa 5.000 Männer und Frauen online befragt. Das erste Mal im Januar 2018 und dann noch einmal im Sommer 2018. Die Studienführer machen zwar deutlich, dass es sich nur um „Momentaufnahmen“ handelt, dennoch sei die abnehmende Karrierelust der Frauen besorgniserregend. Immer wieder kommt es zu Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern in der Arbeitswelt. Viele Gründe, jedoch nicht alle, sind auf strukturelle Unterschiede zurückzuführen. Ein Teil geht auch auf Diskriminierung zurück.

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Eine Reaktion
John

"dennoch sei die abnehmende Karrierelust der Frauen besorgniserregend"

Wieso besorgniserregend? Wenn die Frauen keine Lust haben, sich den Streß einer Leitungsposition anzutun, sollen sie es besser lassen. Besorgniserregend fände ich es eher, wenn sie trotzdem auf Biegen und Brechen Karriere machen, Stichwort Peter-Prinzip

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