Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Digitale Wirtschaft

Free Your Data: Protonet startet Kampagne für neues Transparenz-Gesetz

Mit der „Free Your Data“-Kampagne will Protonet Einfluss auf die Gesetzgebung nehmen und Internetunternehmen zu mehr Transparenz verpflichten. Wie ihr den Vorstoß unterstützen könnt, erfahrt ihr hier.

Weißt du eigentlich immer, was ein Internetunternehmen mit deinen Kundendaten macht, ob und wie sie gesichert sind und welche Informationen im Hintergrund erhoben werden? Falls ja, gehörst du mit ziemlicher Sicherheit zu einer verschwindend geringen Minderheit. Denn der Großteil der Nutzer versteht nur Bahnhof, wenn er sich durch ellenlange und unverständliche Geschäftsbedingungen liest, die nicht selten so formuliert sind, dass jede Einwilligung zum Blankoscheck wird.

Was wir aktuell im Netz sehen, gleicht vielerorts eher einer Entmündigung des Verbrauchers als kundenfreundlicher Transparenz. Ein Umstand, den sich das deutsche Startup Protonet nicht länger anschauen will. Mit der Non-Profit-Kampagne „Free Your Data“, möchten die Hamburger auf einen Gesetzesentwurf hinarbeiten, der auf EU-Ebene eingereicht werden soll und den transparenten Umgang mit persönlichen Daten festschreibt sowie Konsumenten wieder auf Augenhöhe mit den Internetunternehmen bringt. Unterstützt wird die Kampagne von prominenten Netzpolitikern wie Konstantin von Notz (Grüne), Lars Klingbeil (SPD) und Jimmy Schulz (FDP) sowie dem Open-Source-Berater und Mitgründer der NewThinking Communications GmbH , Andreas Gebhard.

Free Your Data: Unternehmen sollen transparenter mit Nutzerdaten umgehen

100 Prozent verfolgt, 100 Prozent verkauft: „Free Your Data“-Kampagne wirbt für Transparenz-Gesetz. (Screenshot: FreeYourData.org)
100 Prozent verfolgt, 100 Prozent verkauft: „Free Your Data“-Kampagne wirbt für Transparenz-Gesetz. (Screenshot: FreeYourData.org)

Das Ziel sind weder zusätzliche Regeln zum Datenschutz noch die digitale Enthaltsamkeit, sondern vielmehr, das Vertrauen der Kunden in die Internetdienste wieder herzustellen. So fordert Ali Jelveh, Gründer von Protonet und Initiator der Kampagne, dass „jedes Unternehmen mit mehr als eine Million wiederkehrenden Nutzern, auf Anfrage eines Nutzers, alle die mit ihm verbundenen Daten kostenlos, ohne Verzögerung und in einem Maschinen-lesbaren Format zur Verfügung stellen soll.“ Es geht also nicht mehr und nicht weniger darum, dass Unternehmen gesetzlich verpflichtet werden, mittels Schnittstelle den jeweiligen Verbrauchern einen automatisierten Zugang zu den eigenen persönlichen Daten zu bieten.

„Wenn wir Bürger die digitale Zukunft nicht gestalten, tun es andere!“

Den Auftakt der mehrstufigen Kampagne macht die Veröffentlichung einer offiziellen Projektseite und eine dazugehörige Petition – beide Schritte sollen die Intransparenz in der kommerziellen Nutzung von Daten veranschaulichen und den Verbrauchern die Möglichkeit geben, sich aktiv an der geplanten Gesetzesnovelle zu beteiligen. Die Projektseite wird dabei vor allem als Zentrum der Kampagne dienen, von wo aus neue Schritte ausgehen und Informationen kommuniziert werden. Für den kommenden Montag ist ein erstes Video ankündigt, dass der Kampagne mehr Aufmerksamkeit verschaffen soll. Angekündigt sind anschließend noch viele weitere Episoden, die wie in einer TV-Serien aufeinander aufbauen.

„Free Your Data“-Kampagnen-Poster.
„Free Your Data“-Kampagnen-Poster.

1 von 6

„Wer sich ‚Free Your Data’ anschließt, nutzt die demokratischen Möglichkeiten, um unsere digitale Zukunft zu gestalten. Denn wenn wir Bürger sie nicht gestalten, tun es andere“, betont Protonet-Gründer Jelveh. Wer dem Ruf folgen möchte, findet auf FreeYourData.org weitere Informationen. Zudem können sich Interessierte über die bereits gestartete „Free Your Data“-Petition solidarisieren.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Eine Reaktion
Keine neue Idee

Sowas wollte ich schon vor Jahren um z.B. Profile bei LinkedIn und Xing gleich zu halten oder meine Produkt/Film/Restaurant-Rezensionen mehrfach bei vielen Plattformen nutzen zu können. Von den Fortschrittsverweigerern wurde ich natürlich gemobbed weil die kein XML konnten.

Das Finanzamt muss ja auch alles relevante auslesen können.
Und Unification wird von Amazon und Ebay leider nicht betrieben. Obwohl Markenprodukte alle eine EAN haben. Stattdessen hat man viele Suchergebnisse für exakt dasselbe Produkt.

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Finde einen Job, den du liebst