Digitale Wirtschaft

Freemium ist das profitabelste Preismodell für App-Entwickler

Freemium-Inhalte sehr beliebt. (Bild: PhotoAtelier / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Das Freemium-Modell hat 2013 mit Abstand die meisten Gewinne in die Taschen von App-Entwicklern gespült. Vor allem Spiele profitieren von dem Modell, aber auch in anderen Bereichen wird viel Geld damit erwirtschaftet.

Play-Store wächst auf Kosten von Apples App-Store. (Grafik: Distimo)

Play-Store wächst auf Kosten von Apples App-Store. (Grafik: Distimo)

Freemium: Auch 2013 auf dem Vormarsch

Das Jahr 2013 ist fast vorüber und Distimo, ein Anbieter von App-Analytics-Diensten, hat einen Blick auf die App-Verkäufe der vergangenen zwölf Monate geworfen. Die Umsätze in Apples App-Store und Googles Play-Store stiegen in den letzten sechs Monaten um 24 Prozent. Im selben Zeitraum stieg der Marktanteil von Googles Play-Store um sieben Prozent auf insgesamt 37 Prozent. Den größten Anteil an den Umsätzen in beiden Stores hat nach Angaben von Distimo das Freemium-Modell.

Beim diesem Modell werden die eigentlichen Apps kostenfrei angeboten. Gegen einen Geldbetrag lassen sich solche Apps dann um weitere Funktionen erweitern. Vor allem im Spielebereich ist das Modell extrem erfolgreich und generiert dort laut Distimo 90 Prozent der Umsätze.

Da die überwiegende Mehrzahl der Umsätze mit Apps durch Spiele generiert werden, verwundert es nicht, dass in Apples App-Store im November 2013 satte 92 Prozent aller Einnahmen durch Freemium-Inhalte erzielt wurden. Zu Jahresbeginn lag diese Quote noch 77 Prozent. Bei Google Play war der Anstieg im selben Zeitraum mit neun Prozent weniger dramatisch, dafür wurden dort im November bereits 98 Prozent der Umsätze durch Freemium-Inhalte generiert.

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Ein Großteil der Umsätze werden durch Freemium-Inhalte generiert. (Grafiken:   Distimo)

Ein Großteil der Umsätze werden durch Freemium-Inhalte generiert. (Grafiken: Distimo)

Freemium: Nicht in jeder Kategorie beliebt

Nicht in allen Bereichen wird jedoch auf das Modell zurückgegriffen. Im Fall von Navigations-Apps stammten 55 Prozent aller Umsätze aus bezahlten Apps. Umsätze durch Freemium-Inhalte machten nur 22 Prozent aus. In diesem Bereich war der Anteil an In-App-Purchases aus kostenpflichtigen Apps deutlich höher als in allen anderen App-Kategorien.

Überraschend ist der Erfolg des Freemium-Modells nicht. Der prozentuale Anteil an den Umsätzen ist jedoch vor allem im Play-Store durchaus bemerkenswert. Von den zehn umsatzstärksten Apps im Jahr 2013 – übrigens allesamt Spiele – war mit „Minecraft: Pocket Edition“ auf Platz sieben nur eine App dabei, die nicht auf das Freemium-Modell setzte. Die vollständige Studie über App-Verkäufe 2013 und den Erfolg von Freemium-Inhalten findet ihr auf der Distimo-Seite. Beispiele für erfolgreiche Freemium-Titel findet ihr hier.

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5 Kommentare
Startups
Startups

Die Lohnpyramide bzw. Lohn-Zwiebel dürfte hier aber auch existieren.
D.h. die großen Firmen kassieren die dicken Umsätze
http://www.golem.de/news/act-app-entwickler-machen-weniger-als-1-000-euro-monatlich-1309-101393.html
Der Traum vom Informatikstudium endet wohl oft genug als Startup-Praktikant.

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Hauke
Hauke

Bei Drogendealern nennt man das anfixen, das Geschäftsmodell hat schon immer wunderbar funktioniert. ^^

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