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Freizeit: Mit welcher Menge du am zufriedensten bist

Karriere-Ziele: Den Kopf frei zu bekommen, gilt als wichtigster Vorsatz. Doch zu viel freie Zeit macht auch nicht glücklich. (Foto: (Foto: Shutterstock/ Kobeza)

Zu viel Stress schadet, doch wer zu viel Freizeit hat, ist mit seinem Leben auch nicht zufrieden. Eine Studie zeigt, dass man den optimalen Wert für freie Zeit beziffern kann.

Wie viel freie Zeit macht wirklich glücklich? Wirtschaftswissenschaftler der Universitäten von Kalifornien und Pennsylvania haben eine Vielzahl von Umfragen und Studien der letzten Jahrzehnte ausgewertet, die sich mit dieser Frage beschäftigen. Gut 35.000 Datensätze zeigen, dass Beschäftigte, die am Tag rund zweieinhalb Stunden für sich und ihre Lieblingsbeschäftigungen haben, am zufriedensten mit ihrem Leben sind. Interessanterweise sind diese Zahlen weitgehend unabhängig davon, ob es sich um Männer und Frauen handelt, aus welchem Kulturkreis eine Person stammt und welchen Hintergrund sie hat. Auch sind keine signifikanten Unterschiede zu erkennen, ob eine Person Kinder hat oder nicht.

Das gilt allerdings nur für arbeitende Personen. Anders sieht es allerdings bei Personen aus, die keinen Beruf ausüben: Hier ist der Wert der optimalen Zufriedenheit deutlich höher und liegt bei 4 Stunden 45 Minuten. Unter die freie Zeit fallen dabei alle Zeiträume, die die Person mit Nichtstun oder mit einer freien Wahl der Beschäftigung (etwa Lesen, Fernsehen, Hobbys, Treffen mit Familie oder Freunden) verbringen konnte. Eine andere Studie hatte übrigens den Optimalwert der freien Zeit bei gut zwei Stunden verortet.

Zu viel freie Zeit sorgt für Langeweile und Unzufriedenheit

Zu viel freie Zeit ist aber laut den Erkenntnissen der Wissenschaftler auch nicht gut: Während Personen, die dem Freizeitbudget von zweieinhalb Stunden am Tag näher kämen, weniger gestresst waren als andere, verringerte sich bei zu viel Freizeit die Gesamtzufriedenheit mit den Lebensumständen erneut. Dennoch relativieren die Forscher eine solche Zahl auch dahingehend, dass für das Glücksempfinden auch andere Elemente in den Lebensumständen (etwa finanzielle Ausstattung, Gesundheit, familiäre Situation) eine Rolle spielen.

Laut einer anderen Studie der Rutgers University (Newark) und der University of Toronto (Ontario) zum Thema Zufriedenheit und Glück klagen übrigens vor allem solche Personen über zu wenig Zeit und Zeitverlust, die Glück als einen Zustand begreifen, für den man sich anstrengen muss, um ihn zu erreichen.

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7 Kommentare
Ghostwriter

Mit den Entwicklung von sozialen Netzwerken ist es schwieriger geworden, freie Zeit zu widmen. Trotzdem kann ich der Studie der Rutgers University nicht komplett zustimmen, weil es schon alle anderen Sachen gibt, die Glück begreifen können z. B. Arbeit, Studium, Verwandte usw.

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Onkel Fritz
Onkel Fritz

Zuviel Freizeit sorgt für Langeweile ? Schwachsinn, das kommt immer noch auf den Menschen an. Ich hab derart viele und komplexe Interessen und Hobbies, damit könnte ich mich die nächsten 200 Jahre jeden Tag 18 Stunden beschäftigen, wäre vollkommen ausgelastet und erfüllt, und dabei würde nicht ein Fünkchen Langweile aufkommen. Wer sich heutzutage langweilt, den kann ich in keiner Weise bedauern.

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Newcomer
Newcomer

Ich nehme mal an, dass du arbeiten gehst.
Es gibt das Phänomen, dass, je mehr Freizeit man hat, dass dann nach überschreiten einer unsichtbaren Grenze manche Menschen in Trägheit verfallen und sich zu kaum etwas mehr aufraffen können.
Ich finde, es gehört ein enormes Maß an selbstdisziplin und gute Planung dazu, wenn man sich jeden Tag 8 (oder 18) Stunden intensiv mit seinen Hobbies und Interessen beschäftigen will und sonst keine terminlichen Anhaltspunkte hat.
Natürlich, wie gesagt, jeder Mensch ist Anders. Ich finde es nur leicht gesagt, was du schreibst.
Möglicherweise hat das auch mit den neuen Generationen zu tun, ich gehöre der Generation Z an, wir hängen ja ständig nur an Bildschirmen fest. Also ich denke es geht eher um Trägheit, als um Langeweile.
Lieben Gruß

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Jens Seidel
Jens Seidel

Hi, ich bin 1963 geboren; seit 1982 habe ich mit Computern zu tun, seit 1998 Webentwickler und seit 2016 als Freelancer im Social-Media Bereich und Webanalyse tätig. Kann nur empfehlen, mal eine Auszeit zu nehmen. Bei mir war es der Atlantik Segeltörn über 6 Monate. Vorher natürlich die entsprechenden Zertifikate gemacht (Profi-Skipper und Funklizenz). Das macht den Kopf frei.
Übrigens: Ich will jetzt kein Krümelkacker sein, aber „selbstdisziplin“ und „überschreiten“ bitte großschreiben. Bei „ist Anders“ Anders bitte klein.

andre
andre

Also nach 3 Wochen Urlaub wurde ich depressiv da ich wieder arbeiten musste und zu wenig Zeit hatte. Meiner Frau geht es genauso.
scheiß Arbeitswelt

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Anna

Ich stimme völlig zu, dass Langeweile im Übermaß eine kritische Lebenssituation oder auch eigenes Unvermögen widerspiegeln kann. Kleine Auszeiten vom Effizienz-Diktat sollten sich aber vielleicht gerade diejenigen gönnen, die sich sonst stolz damit brüsten, sich niemals zu langweilen. A

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Gert

Ich denke, dass manche Leute seeeeehr gerne gar nicht arbeiten möchten :))

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