Ratgeber

Freundschaft unter Kollegen: So klappt’s

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Regeln für Frollegen

Trenne Privat- und Berufsleben

Natürlich ist der eine oder andere Plausch im Büro schön, um dem Alltag zu entkommen. Aber lass deine Freundschaften schlichtweg nicht größer werden als die Arbeit. Einerseits weil du dann auch im Feierabend noch was zu erzählen hast, was nicht mit dem Job zu tun hat. Andererseits damit deine Vorgesetzten nicht den Eindruck einer sinkenden Arbeitsmoral bekommen. Das empfiehlt Soziologin Michaela Schulze: „Häufige Pausen, gemeinsames Problemlagen oder Feindbilder im Unternehmen können dazu beitragen.“

Beteilige dich nicht an Gerüchten oder Lästereien

Eine Freundschaft gilt es zu pflegen, damit sie anhält. Bei Frollegen ist es deshalb besonders wichtig, dass der andere nicht das Gefühl bekommt, übergangen zu werden. Lästereien oder andere vertrauensbrüchige Handlungen solltest du auf jeden Fall vermeiden.

Vermeide Konkurrenzverhalten

Genauso schädlich für das Verhältnis wie hinter dem Rücken eines Frollegen über ihn zu reden, ist es ihn (plötzlich) als Konkurrenten zu sehen. Sollte sich dieses Gefühl einstellen, überlege zunächst, warum du dich von ihm konkurrenzmäßig unter Druck gesetzt fühlen und suche das Gespräch. Nur dadurch können mögliche Gedanken der Missgunst beiseite geschoben werden.

Ziehe die Grenzen

Sobald du merkst, dass eine Freundschaft mit einem Kollegen nicht mehr gut tut – beispielsweise wegen einer Unstimmigkeit – gehe vorerst auf Abstand. Aus zwei Gründen: Erstens, damit du dich auch weiterhin auf deine Arbeit konzentrieren kannst und zweitens, um dem Teamklima nicht zu schaden.

Bleibe offen für neue Kollegen

Du hast Freunde bei der Arbeit, neue Kollegen können dir also egal sein? Fehlanzeige. Wer neu ist, braucht oft Starthilfe und da kann ein nettes Wort oder eine Einladung, mit zu einem Feierabendtreffen zu kommen, sehr hilfreich sein. Das ist vor allem wichtig, weil es aufgrund der heutigen Fluktuation von Arbeitnehmern laut Schulze schwieriger geworden ist, feste und andauernde Freundschaften unter Kollegen zu bilden. Sie spricht daher von „Lebensabschnitts-Freundschaften“.

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Ein Kommentar
jaschmidtuss
jaschmidtuss

Die Tipps sind ja der Hit: „Vermeide Konkurrenzverhalten“. In einer kapitalistischen Wirtschaft, in der es nur um Geld geht und nicht um Freundschaft, sind echte und richtige Freundschaften ausgeschlossen. Und dann soll ich auch noch – wenn es brenzlig wird – „Grenzen ziehen“, also mit dem Freund brechen, weil natürlich immer die Arbeit vorgeht. Selten so widersprüchliche Sachen gelesen. Eine ECHTE Freundschaft würde zusammenhalten und sich gegen die Dinge wehren, die einen Keil in das Freundschaftsverhältnis treiben.

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