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Fulminanter IPO: Naspers-Ausgründung Prosus jetzt wertvoller als Shell

Prosus beim Börsendebüt an der Börse in Amsterdam. (Bild: Euronext)

Prosus hat am Mittwoch an der Amsterdamer Börse ein fulminantes Börsendebüt gefeiert. Mit 122 Milliarden Euro Börsenwert ist das Naspers-Spin-off jetzt wertvoller als der Ölkonzern Shell.

Schon im Frühjahr war bekanntgeworden, dass der südafrikanische Tech-Investor und Medienkonzern Naspers eine zweite Börsennotierung in Europa plant. Jetzt hat das wertvollste Unternehmen Afrikas an der Börse in Amsterdam ein fulminantes Börsendebüt gefeiert. An die Börse gebracht wurde eine Art Spin-off des südafrikanischen Medienriesen, Prosus. Darin sind Beteiligungen von Naspers gebündelt, wie die 31 Prozent an der Wechat-Mutter Tencent oder die 23 Prozent an Delivery Hero, wie das Manager-Magazin schreibt.

Prosus-Börsengang: Eröffnungskurs mit 29-prozentigem Plus

Das Interesse der Investoren an der südafrikanischen Naspers-Tochter war riesig. Der Eröffnungskurs für die Prosus-Aktien lag bei 76 Euro. Das ist ein Plus von rund 29 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis der 1,62 Milliarden Aktien, der bei 58,70 Euro gelegen hatte. Aus dem Handel ging die Prosus-Aktie mit einem Wert von 74,19 Euro – immerhin noch ein Plus von gut 26 Prozent gegenüber dem Referenzwert. Zwischenzeitlich war die Aktie auf bis zu 77,40 Euro nach oben geschossen. Die Aktie von Naspers an der Börse in Johannesburg sackte dagegen um rund acht Prozent nach unten.

Dank dem erfolgreichen Start an der Amsterdamer Börse ist Prosus mit einem Börsenwert von 120,5 Milliarden Euro auf einen Schlag das wertvollste in den Niederlanden notierte Unternehmen – knapp vor dem Ölkonzern Shell (118,8 Milliarden Euro). Das drittwertvollste Unternehmen ist der niederländisch-britische Konzern Unilever, einer der weltgrößten Hersteller von Verbrauchsgütern (91,8 Milliarden Euro). Sowohl Shell und Unilever sind aber auch an der Londoner Börse notiert.

Die an die Börse gebrachten Anteile von Prosus entsprechen ungefähr 27 Prozent des Unternehmens. Mit 73 Prozent hält Naspers noch die Mehrheit an der Ausgründung. Insgesamt hält Naspers weltweit Beteiligungen an mehr als 40 Startups. Den größten Erfolg hat aber die Beteiligung an Tencent gebracht, das den chinesischen Dienst Wechat betreibt. 2001 hatte Naspers rund ein Drittel des damals noch vergleichsweise kleinen Startups aus China übernommen – für 32 Millionen Dollar. Jetzt ist die Beteiligung schon mehr als 131 Milliarden Dollar wert – ein echter Glücksgriff des damaligen Naspers-Chefs und heutigen Chairmans Koos Bekker.

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