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Entwicklung & Design

Fuse: Echtzeit-App-Entwicklung für iOS und Android

Real time Cross-Plattform-App-Entwicklung mit fuse (Grafik: Shutterstock)

Apps für iOS und Android zu entwickeln, ist schon ein alter Hut. Der Mehrwert von neuen Frameworks und Toolkits ist nicht mehr das Ziel, sondern der Weg. Die Entwicklung wird immer einfacher, oft müssen nicht mal mehr Programmiersprachen beherrscht werden – eine Gratwanderung zwischen Baukasten-Apps, die keinen Hauch innovativer und individueller Ideen zulassen, und programmierten Applikationen, die nur ein studierter Fachinformatiker nachvollziehen kann.

Mit fuse haben wir ein Toolkit, das nicht nur einen Mittelweg dazwischen ermöglicht, sondern auch die Cross-Plattform-Entwicklung unterstützt. Wir müssen unseren Quelltext nicht für iOS und Android doppelt erstellen, sondern können ihn für beide Plattformen nutzen. Das halbiert unsere Arbeit, wenn wir beide Plattformen bedienen wollen.

Fuse: Die Entwicklung

Fuse ist kein Drag-&-Drop-Builder, es wird weiterhin über programmierten Code gefüttert. Dieser Code besteht aus einer eigens entwickelten UX-Markup-Language und JavaScript. Das UX-Markup besteht aus Tags, Elementen und den dazugehören Attributen. Es folgt dem gleichen Aufbau wie eine HTML- oder XML-Datei und soll daher einfach verständlich zur Definition der Struktur dienen.

Um beispielsweise einen Button zu erstellen, reicht folgendes Markup:

<button width="50" height="50"></button>

Die Erstellung der Struktur soll keine Schwierigkeit darstellen und auch für in der Entwicklung unerfahrene Designer möglich sein. Damit arbeiten sie nicht nur mehr auf ihrem eigenen Layout, sondern beziehen sich realitätsnah auf die Möglichkeiten des Toolkits. Um jetzt die benötigte Logik anzubinden, benötigt es JavaScript-Code, der an das Markup angebunden wird.

Wollen wir unseren Button anbinden, ändern wir ihn wie folgt ab:

<button clicked="{halloWelt}" width="50" height="50"></button>

Der dazugehöre JavaScript-Code sieht wie folgt aus:

function halloWelt(){
alert("Hallo Welt!");
}

Sobald auf den Button geklickt wird, wird die Funktion halloWelt() aufgerufen, die wiederum den Alert auslöst. Weitere Beispiele findet ihr unter den Code-Examples.

Fuse: Auf den Punkt!

Mit fuse Cross-Plattform entwickeln.
Mit fuse Cross-Plattform-Apps entwickeln. (Screenshot: fusetools.com)

Fuse bietet somit nicht nur eine einfache und verständliche Syntax, die Entwickler und Designer noch näher zusammenarbeiten lässt, sondern auch nativen Hardware-Support. Die entwickelten Apps sind keine Wrapper oder Browser, sondern bedienen die direkten Hardware-Schnittstellen und erhalten somit natürlich auch die volle GPU-Power.

Ein weiterer Vorteil ist definitiv die Cross-Plattform-Entwicklung. Wir können unser Applikation unabhängig entwickeln und später für die richtige Plattform exportieren – oder natürlich für beide. Zudem kann fuse auf einem OS-X- oder Windows-System verwendet werden – Flexibilität in alle Richtungen.

Die Entwicklung einer neuen App benötigt natürlich auch eine Möglichkeit, den erstellen Code zu testen. Hierfür bringt fuse eine Preview-Funktion mit. Wir können unseren aktuellen Stand jederzeit auf dem Rechner simulieren oder auf einem Device testen. Dabei werden Änderungen automatisch live in die Preview übernommen.

Wer sich gerne von fertigen Apps inspirieren lassen will, kann das in den Developer-Examples tun.

Fuse: Das Fazit

fuse macht einen guten ersten Eindruck und lässt die Einfachheit der Entwicklung nicht als Ausschlussgrund für eigene Ideen gelten. Die Ansätze sind pragmatisch und bringen Designer und Entwickler noch näher zusammen.

Aktuell befindet sich fuse noch in der Closed Beta und es wird eine Einladung benötigt, die über den Developer-Bereich angefragt werden kann. Auch die Dokumentation ist noch sehr dürftig und wir dürfen uns über mehr Inhalt und Funktionen freuen.

Was haltet ihr von fuse – eine echte Alternative oder nur ein weiteres Toolkit von vielen?

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12 Reaktionen
YUHIRO.DE

Fuse scheint ein interessanter Ansatz zu sein.

Es fehlt derzeit noch eine Alternative, die einfach einsetzbar ist, auf allen Geräten läuft und das auch noch in einer performanten Art macht, d.h. schnell in der Ausführung des Programms.

Xamarin wurde in den Kommentaren ja bereits erwähnt. Das scheint derzeit noch der beste Weg zu sein. Dies wird sich jedoch wohl eher für Softwareunternehmen lohnen, welche für Mittlere- und Grossunernehmen arbeiten.

Fuse werde ich mir mal anschauen.

Auf der anderen Seite: Wenn man perfomante und komplexe Apps benötigt, dann ist die Entscheidung eher zwischen Android oder iOS. Hier auch ein paar Informationen dazu: http://www.yuhiro.de/app-entwicklung-mit-ios/

Ich gehe aber davon aus, dass die Hybride App Entwicklung, wenn auch noch nicht in den nächsten Monaten, aber auf jeden Fall in den nächsten Jahren die wirkliche Lösung sein wird. Die separate Erstellung von Apps für jede Plattform ist schon aufwendig.

Dienstleister

Dank der vermutlich bald kommenden 12/13"-Big-Pads werden Business-Apps immer gefragter. Die teure Individual-Programmierung und Qualität der Konkurrenz machen sowas aber oft uninteressant wenn man kein Großkonzern ist.

Was Hausfrauen für die Wohngeldabrechnung mit Excel selber machen, sollten auch Manager für am Handy und iWatch bequem und einfach realisieren können.

Kataloge, Status-Informationen, Bestell-Mengen, Sitzplatz-Auslastung, Reservierungen... für z.b. Restaurants und Hotels, Sufbrett-Vermietungen, Surf-Schulen, Friseure,.. oder welche Kunden die höchsten offenen Rechnungen haben... kann man problemlos aus SQL ziehen und bequem anzeigen. SQL basiert ja im Prinzip auf der textuellen Darstellung von Business-Daten an Text-Terminals was iWatch und Tabletts und simple-GUIs sehr entgegen kommt.
Da passt sowas also gut dazu.

irgendeinem Spinner

Klingt sehr ähnlich wie Nativescript (https://www.nativescript.org/), da ist das größte Problem aktuell, dass man in Sachen Design sehr eingeschränkt ist. Entweder man begnügt sich mit den nativen Controls, oder man muss alles mit Grafiken vollkleistern – nicht sehr sinnvoll. Ich bin ja mal gespannt ob Fuse das besser macht.

Aktuell sehe ich Qt als einziges ernstzunehmendes Crossplatform-Werkzeug zumindest für iOS- und Android-Apps.

Kritiker

Wie gesagt Xamarin bietet auch eine gute Möglichkeit für Cross Platform Apps.

Allerdings ist es recht teuer, wenn man Visual Studio, Xamarin.Forms und SQLite auch verwenden möchte. Man kann sogar iOS Apps mit Visual Studio entwickeln und bereitstellen, d. h. ohne Mac Zwang.

irgendeinem Spinner

Xamarin kenne ich vom Namen her, aber das interessiert mich nicht weiter da ich weder C# beherrsche noch es Xamarin für Linux gibt und auf dem System schreibe ich den meisten Code.

Qt ist auch nicht gerade günstig wenn man nicht zufällig OSS schreibt.

Kritiker

Es gibt Xamarin (Studio) für Linux, Windows und Mac.

irgendeinem Spinner

Falls das so ist, sollten sie das vielleicht auch mal auf ihre Downloadseite schreiben.

Kritiker

Sorry, für Linux gibt es doch keine Version, nur Windows und Mac.

zimt28

> Wenn JavaScript eingesetzt wird, handelt es sich wohl nicht um native Apps sondern Container Apps, die im in einer WebView laufen.

Nein, inzwischen kann man native Apps mit JavaScript entwickeln. Ich habe leider vergessen, wie genau (JavascriptCore oder so ähnlich?), aber das ist durchaus möglich. React Native usw. funktionieren genauso.

Von der Website von fuse:
You can create high-quality native apps for iOS and Android. Not hybrid or HTML5 wrapped apps, but real, native apps. Fuse does all animation and performance critical things using native APIs and raw GPU power. And of course, JavaScript is not allowed anywhere near your UI thread!

Kritiker

"studierter Fachinformatiker"?
Fachinformatiker ist eine Ausbildung

Wenn dann "studierter Informatiker".

Krtiker

Des Weiteren:

Warum Echtzeit-Entwicklung? Der Begriff wird einmal im Titel genannt und nie wieder verwendet?

Der Artikel ist wirklich lächerlich.

Kritiker

Ok t3n hat alles von der Hochglanz Broschüre gut kopiert und nennen wir es "Artikel" rausgebracht.

Aber wichtige Informationen für Entwickler fehlen einfach bzw. wurden überhaupt nicht recherchiert:

- Wenn JavaScript eingesetzt wird, handelt es sich wohl nicht um native Apps sondern Container Apps, die im in einer WebView laufen.
- Nachteile solcher Apps wurden nicht genannt, bspw. kann Bluetooth, GPS, Kamera, ... mit JavaScript angesprochen werden? Performance?
- Ähnliche Konzepte gibt es bereits mehrfach, bspw. Phonegap, ist also nichts neues.
- Die UI Sprache ist eher an WPF angelehnt.
- Xamarin ist eines der (sehr) wenigen wirklichen nativen Cross Platform Umgebungen.

So klingt es eher wie ein Sponsored Post.

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