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Gadget ins Gehirn transplantiert: Dieses Startup will euer Gedächtnis verbessern

(Foto: Shutterstock)

Das Startup Kernel glaubt daran, dass wir durch Chips in unserem Gehirn schlauer werden könnten. Was nach Science-Fiction klingt, soll tatsächlich schon bald Realität werden.

Kernel: Dieses Startup will euer Hirn upgraden

Das kalifornische Startup Kernel arbeitet an einem ungewöhnlichen Projekt: Das Unternehmen will einen winzigen Chip zur Marktreife bringen, der direkt in das menschliche Gehirn implantiert werden kann. Zunächst soll der vor allem bei Alzheimer-Patienten und Menschen mit schweren Hirnschäden zum Einsatz kommen, um ihnen beim Anlegen und bei der Verarbeitung von Erinnerungen zu helfen. Geht es nach dem Firmenchef Bryan Johnson, soll das aber nur der Anfang sein.

Gegenüber der Washington Post erklärt Johnson, dass zukünftige Versionen des Chips auch in gesunden Gehirnen zum Einsatz kommen könnten. Dort würden sie dann unsere kognitive Fähigkeiten verbessern. Für Johnson steckt hinter dem ambitionierten Projekt die Frage, ob der Mensch in Zukunft noch mit künstlicher Intelligenz mithalten kann. Um das zu gewährleisten, will der Tech-Millionär unseren Gehirnen ein Upgrade verpassen.

Kernel: Ein Chip im Gehirn soll unser Gedächtnis verbessern. (Foto: Shutterstock)
Kernel: Ein Chip im Gehirn soll unser Gedächtnis verbessern. (Foto: Shutterstock)

Kernel: Erste Tests werden bereits an Menschen durchgeführt

Kernel-CEO Bryan Johnson sorgt vor allem für das notwendige Kapital: Er war der Gründer des Payment-Dienstes Braintree, das 2013 für 800 Millionen US-Dollar an Ebay verkauft wurde. Die wissenschaftliche Leitung bei Kernel hat Ted Berger, der auch das Center for Neural Engineering an der Universität von Südkalifornien leitet. Gegenüber dem Wissenschaftsmagazin IEEE Spektrum erklärt Berger, dass das Gehirnimplantat bereits erfolgreich an Mäusen und Primaten getestet wurde. Auch die ersten Tests am Menschen sollen schon begonnen haben.

Alleine aus medizinischer Sicht könnte die Arbeit von Kernel vielen Menschen ein deutlich besseres Leben bieten – natürlich nur, sofern sich das Implantat beim Menschen wirklich bewähren kann. Fraglich bleibt aber, inwieweit Menschen bereit dazu sein werden, sich auch ohne Hirnschädigung einen Chip ins Gehirn einsetzen zu lassen. Schließlich erfordert das eine Öffnung des Schädels, was eine hohe Einstiegshürde darstellt.

Ebenfalls spannend: „Healthcare: Diese 5 Startups wollen den Gesundheitssektor aufmischen“.

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