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Philipp Westermeyer hat eine Antwort auf Google, Apple, Facebook und Amazon

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Das müsse man selbstverständlich nicht gut finden, ihren Zweck erfüllt habe die Strategie aber in jedem Fall: „Schon heute verbucht Naketano mehr Suchanfragen bei Google als traditionsreiche Marken wie Tom Tailor oder Esprit“, sagt Westermeyer.

PR muss endlich digital werden

Um bei Absurditäten zu bleiben: Auch die Öffentlichkeitsarbeit muss sich laut Westermeyer in Zeiten der GAFA-Ökonomie verändern. „Nach wie vor geben viele Unternehmen nur Pressemitteilungen heraus und hoffen, dass sie abgedruckt werden. Das ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt der Marketing-Fachmann. Das beste Beispiel sei Tesla- und SpaceX-Gründer Elon Musk. „Normalerweise werden Testraketen mit Schrott beladen – doch er packt ein teures Auto hinein und streamt es ins Netz“, so Westermeyer. Die Folge: Millionen verfolgten das Schauspiel bei Facebook.

Ähnliche Effekte könnten Unternehmen laut Westermeyer erzielen, wenn sie beispielsweise mehr mit Influencern zusammenarbeiten. So wie About You: Der Modehändler rief einen eigenen Award für Social-Media-Stars ins Leben mit der Folge, dass die Kosten von rund einer Million Euro dank der riesigen Marken-Awareness bei der Preisverleihung schnell zu vernachlässigen waren.

Auch auf Plattformen agil sein

Zum Ende seines Plädoyers hat Philipp Westermeyer noch ein paar Tipps für das Tagesgeschäft auf den großen Plattformen übrig. Statt nur bei der Produktentwicklung auf agile Methoden zu setzen, sollten Unternehmen auch bei der Ansprache ihrer Zielgruppen schnell und kreativ um die Ecke denken.

„Bei Google gibt es ja auch mehr als nur SEO“, sagt Westermeyer. So habe sich beispielsweise Google Shopping bei vielen Händlern als attraktiver Werbekanal etabliert. Viele von ihnen bewerben ihre Artikel laut Westermeyer aber mit den immer gleichen Artikelbildern. Keiner grenze sich von anderen ab.

Besser gemacht habe der Modehändler Asos, der ein Produktbild zu einem Schuh mit knallig-roter Jogginghose platzierte. Geht es nach Westermeyer, sollten sich Unternehmen auch von der klassischen Facebook-Fanseite verabschieden. Er rät stattdessen zur Gründung einer Facebook-Gruppe, da sie perfekt für den Aufbau einer Community seien. So wie „DM Junkie“ der Drogerie-Kette DM, die inzwischen mehr als 100.000 Mitglieder und seitdem kein Reichweiten-Problem mehr hat.

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Ein Kommentar
Insomnia
Insomnia

Davon das Google, Facebook und Amazon die Digitalwirtschaft beherrschen, merke ich ehrlich gesagt nicht viel. Ich frage mich wie die Unternehmen die rein im Internet aktiv sind weiterhin existieren können und sogar wachsen, wenn dies der Fall wäre… Paradox.

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