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Klimawandel und Klimakrise: Diese Games helfen beim Verstehen

In „Plasticity“ erleben die Spieler:innen eine Welt voller Plastik. (Screenshot: Plasticity Games)
Lesezeit: 3 Min.
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Es ist das komplexeste und wichtigste Thema unserer Zeit, es wird für die kommenden Generationen zur größten Aufgabe, es ist ein Thema, das noch immer gerne verharmlost wird: die Klimakrise. Games können beim Verstehen helfen.

Auch im nun vergangenen Wahlkampf drehte sich alles in Bezug auf unser Handeln auf diesem Planeten um eine Frage: Was soll uns das denn kosten? Kaum wurde die Frage gestellt, was es uns kosten wird – an Geld, Lebensqualität und Menschenleben –, wenn wir nichts oder zu wenig machen.

Ein oft und gerne ins Feld geführtes Argument ist, dass die Klimakrise noch zu abstrakt sei. Das mag in Teilen stimmen. In Deutschland sind wir im internationalen Vergleich sicher zunächst weniger stark von den Folgen der Klimaveränderung betroffen. Dennoch gibt es auch hier schon große Krisen: Flut, Dürre, Hitze, Waldsterben, Insektensterben. Das mag für viele noch wie abgedroschene Schlagwörter klingen. Dass die sich in den kommenden Jahren aber mit viel Leben füllen werden, davon ist auszugehen.

Es stimmt aber, dass wissenschaftliche Erkenntnisse, besonders in Bezug auf zukünftige Entwicklungen, oft abstrakt wirken können. Da kann jedoch ein interaktives Medium helfen, die Veränderungen und Veränderbarkeit der Umwelt im Virtuellen erlebbar zu machen. Sicherlich kann das niemals ein Ersatz sein für die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, und es darf auch nicht ausgeblendet werden, dass Videospiele selbst zu Emissionen beitragen. Dennoch können Games gerade jüngeren Menschen spielerisch und interaktiv zeigen, welche Auswirkungen ihre Entscheidungen haben – und wie die Zerstörung der Umwelt auf diesem Planeten eben kein Spiel ist.

Wir haben fünf solcher Spiele zusammengetragen, die auf unterschiedliche Weise die Klimakrise und den Umweltschutz thematisieren:

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5 Games, die die Klimakrise begreifbarer machen

„Climate Quest“ (iOS, Android)

Angelehnt an die Pixelgrafik der Acht-Bit-Ära geht es in „Climate Quest“ nur um eines: Zusammen mit Wissenschaftler:innen das Klima retten. Dabei lernen die Spieler:innen, wie ein sich veränderndes Klima auch Städte und Landstriche verändern wird – und mit welchen Mitteln sie diese Entwicklung noch beeinflussen können. EarthGames, ein Studio, das an der Universität von Washington angesiedelt ist, hat „Climate Quest“ entwickelt. Das Spiel richtet sich eher an junge Spieler:innen und kann laut Entwickler:innen auch gut im Unterricht eingesetzt werden.

In Climate Quest müsst ihr vor allem auf Wissenschaftler:innen hören. (Screenshot: EarthGames)

„The Sims 4: Eco Lifestyle“ (PC, Playstation 4, Xbox One)

„The Sims“ ist seit jeher bekannt als spaßige Simulation, in der Spieler:innen Familienkonstellationen durchspielen, gemütliche Innendekoration ausprobieren und verschiedene Berufe anpacken können. 2020 kam mit der Erweiterung „Eco Lifestye“ aber noch ein wichtiges Element hinzu: das Klima. In der neuen Welt Evergreen Harbor ist es an den Spieler:innen, für Veränderung zu sorgen. Kleidung upcyclen, Windkraft-Turbinen aufbauen – mit jedem Schritt den ökologischen Fußabdruck zu verringern, darum geht es in dieser Erweiterung.

„Civilization 6: Gathering Storm“ (PC, Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch)

Wer unzählige Stunden in ein Strategiespiel stecken möchte, um Städte, Gegenden, ganze Zivilisationen zur Prosperität zu verhelfen, der oder die greift gerne zu „Civilization“. Die Erweiterung „Gathering Storm“ fügt dem Spiel sogenannte Naturkatastrophen hinzu. Aber wieviel davon kommt wirklich von der Natur und nicht von uns? Dürren, Überschwemmungen, Stürme – das sind nur einige der Herausforderungen, mit denen die Spieler:innen umgehen müssen. Darum gilt es, so zu bauen, dass die Menschen der Spielwelt trotz der Katastrophen gut leben können. Und auch der Ausstieg aus der Kohle wird im Laufe des Spiels zu einem Thema.

„We are the Caretakers“ (PC, bald Playstation 4 und Xbox Series)

Die Spieler:innen müssen die Welt vor einer außerirdischen Bedrohung schützen. Das ist in Games wahrlich nichts Neues. In „We are the Caretakers“ kann dieser Angriff jedoch als Metapher gesehen werden. In diesem Management-Rollenspiel gibt es sicherlich viele Kämpfe, die ihr rundenbasiert austragen müsst. Genauso wichtig ist es aber, zu diplomatischen Mitteln zu greifen. Im Kern des Spiels geht es aber um etwas sehr Basales: Beschützt den Planeten, vor allem seine Natur und seine Tierarten. Die Spieler:innen kämpfen schlussendlich um ein Ökosystem, das von außen angegriffen wird.

„Plasticity“ (PC, Mac)

Überschwemmte Städte, zugemüllte Landstriche: Das ist die nicht sehr einladende Welt von „Plasticity“. Aber all das ist menschengemacht. Das Spiel führt die Spieler:innen durch eine Umgebung, die von Plastik überfüllt ist – dem Plastik, das wir heute oft einfach unbedacht wegschmeißen. In Hüpf- und Puzzle-Passagen bewegen sie sich durch diese eindrückliche Welt, in der es nur noch wenige Möglichkeiten gibt, diese Dystopie zu verändern. Ein Spiel, das allein durch seine bedrückende Grafik zeigt, wie weit wir es haben kommen lassen.

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Ein Kommentar
Jörg
Jörg

https://t3n.de/news/games-videospiele-klima-umwelt-1410321/

Der Artikel ist bestimmt interessant – allerdings habe ich in der Subline bei „Spieler:innen“ aufgehört zu lesen….Sorry Leute, aber damit seid ihr für mich raus…

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