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Fundstück

Bayerische Gefängnisse starten Online-Shop Haftsache.de

Im Knast bestellen (Screenshot: Haftsache)

Unter www.haftsache.de gibt es nun schöne Dinge aus dem Knast im Online-Vertrieb. Es sind Produkte, die es bei Amazon sicher nicht zu kaufen gibt.

Menschen, die ihre Zeit im Strafvollzug absitzen, haben viel Zeit. Die wird schon länger sinnvoll genutzt, indem die Strafgefangenen in Werkstätten arbeiten. Nun sollen die Produkte auch online verkauft werden. Seit 2. Februar um 13.30 Uhr darf unter www.haftsache.de bestellt werden.

Haftsache startet mit 70 Produkten

Zum Start soll es gut 70 verschiedene Produkte zur Auswahl geben – die Produktpalette reicht von Möbelstücken und Wohnaccessoires über Leder- und Metallwaren bis hin zu Holzspielzeug für Groß und Klein. Das Frauengefängnis in Aichach beispielsweise hat eine Schneiderei etabliert. Dort werden unter anderem hübsche Filztaschen produziert.

Haftsache: Filztaschen aus dem Knast online bestellen. Screenshot: Haftsache

Sämtliche Produkte sind Handarbeit, verwendet werden hochwertige Materialien. Entsprechend sind die Produkte keine Billigware – auch wenn die Insassen nur zwei Euro pro Stunde als Lohn bekommen, wie der BR berichtet. Die Produktideen werden von kreativen Mitarbeitern und Gefangenen der Arbeitsbetriebe sowie von Studenten am Lehrstuhl für Industrial Design der Technischen Universität München entworfen.

Haftsache ist eigentlich ein Resozialisierungsprojekt

„Berufliche Aus- und Weiterbildung sowie geregelte Arbeit der Gefangenen während der Haft sind zentrale Bausteine für eine erfolgreiche Resozialisierung. Der bayerische Justizvollzug unternimmt daher große Anstrengungen und bietet vielfältige Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten für Gefangene an, um ihnen einen Neustart in ein straffreies Leben nach der Haft zu ermöglichen“ schreibt die bayerische Staatsregierung zu diesem Thema.

Jeder, der in dem neuen Online-Shop bestellt, leiste damit also einen Beitrag zur Wiedereingliederung von Strafgefangenen.

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Eine Reaktion
Giselle

Ganz so hip und schick ist das allerdings nicht, liebe Redaktion. Etwas weniger Digitalhype wäre hier angebracht:

https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2016/november/zwangsarbeit-hinter-gittern

Macht Euch mal schlau.

Gruß, Giselle

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