Reportage

Massive Probleme bei Amazon: Cyberkriminelle täuschen weiterhin Kunden in Deutschland

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Amazon: „Sichere Einkaufsumgebung hat oberste Priorität“

Was sagt Amazon zu dem Problem? „Eine sichere Einkaufsumgebung für Käufer und Verkäufer hat für Amazon oberste Priorität und wir haben diesbezüglich Prozesse zum Schutz unserer Kunden etabliert“, erklärt ein Sprecher des E-Commerce-Riesen auf Anfrage von t3n.de. Kunden würden zudem angehalten, Produkte nur über die Handelsplattform zu kaufen. „Erlangen wir Kenntnis über ein unzulässiges Angebot, entfernen wir dieses unverzüglich. Sollten Unberechtigte Zugriff auf ein Amazon-Verkäufer-Konto erhalten haben, ergreifen wir nach Kenntnis umgehend entsprechende Maßnahmen, um Verkäufer und Käufer zu schützen.“

Amazon soll zudem an einer nachhaltigen Lösung des Problems mit gefakten oder gekaperten Seller-Accounts arbeiten, wie aus Händerkreisen zu hören ist. Der Konzern wollte sich dazu nicht äußern. Für den E-Commerce-Experten Nedden ist die Lösung aber einfach: Amazon könne beispielsweise unterbinden, dass @-Zeichen oder Äquivalente wie [at] in den Namen von Seller-Accounts vorkommen.

Auch empfiehlt Nedden eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, etwa wenn der Name geändert oder ein neues Listing erstellt würde. Das Problem mit gefälschten Accounts würde damit allerdings auch nicht gelöst, hier werden Händler weiter auf eine schnelle Reaktion Amazons angewiesen sein.

Auch interessant in diesem Zusammenhang: Vorkasse vermeiden, Verstand einschalten: Wie du gefälschte Online-Shops erkennst und Schluss mit Fakes? Amazon-Rezensionen nur noch von Kunden mit 50-Dollar-Umsatz

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6 Kommentare
Mark
Mark

Ich bin vor kurzem fast selbst auf solch einen Händler reingefallen. Dieser hat die Ware aber nicht als „neu“ sondern als „gebraucht – wie neu“ zu einem üblichen Straßenpreis verkauft. Erst im weiteren Verlauf, ich hatte eine Anfrage per eMail an den Verkäufer geschickt, wurde ich stutzig. Gebrochenes Deutsch in der Antwort, die Aufforderung, alles per Mail abzuwickeln usw. hat mich dann dazu bewegt, den Amazon Support einzuschalten.

Was ich mich frage: ihr schreibt selbst, dass die Betrüger mit gekaperten Accounts arbeiten. Ich weiß nicht genau, wie das vonstatten geht, aber wenns über „einfaches“ phishing oder bruteforcen des Passworts geht, dann sehe ich den Händler zumindest erheblich mit in der Schuld.
Generell scheint aber Amazon Payments (auch bei ebay Kleinanzeigen z.B.) gerne für Betrügereien verwendet zu werden. Müsste Amazon da nicht evtl. mal eingreifen und das System verbessern?

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marlies kornfeld

genau so ist es mir auch ergangen vorige woche ,ein wärmepumpentrockner wurde zum halben preis als gebraucht angeboten von einer firma die eigentlich werkzeuge verkauft,auf anfrage bei der firma stellte sich heraus ,das diese gar nicht damit handelt ,also schrieb ich auf die im profil des händlers angegebene e mail addi ,eine antwort kam in gebrochenen deutsch ……von einer ganz anderen e mail addi auf eine andere e mail addi von mir die ich bei amazon gar nicht angegeben habe ,also rief ich bei amazon an -die haben sich dann gekümmert, trotzdem habe ich sorge das mir das geld abgebucht wird-amazon hat mir aber versichert das dies nicht passieren wird.

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Karl Marks
Karl Marks

Verstehe den Text jetzt nicht 100%tig.
Solange DU nicht von dir aus Geld überweißt, wird nichts passieren.
Es wird KEINE Abbuchung geben – und selbst wenn – wäre dies ein click bzw. Anruf bei Deiner Bank um es zurück zu buchen.

Die Gefahr ist eben die, dass Leute das Geld „manuell Überweisen“, und zwar auf die Daten – der Email – der Betrüger.

Karl Marks
Karl Marks

Das wäre eine Sache von keinen 24 Stunden dies allein per Software zu unterbinden.
Stört Amazon aber (bisher nicht) und wird daher nicht getan.

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Andre

Es ist wirklich verwunderlich, warum Amazon hier nicht einschreitet, ziehen diese Betrüger doch den Ruf der gesamten Plattform runter.

Es wäre ein einfachstes hier Filter laufen zu lassen, die solche Dinge unterbinden.

Auch für Webseiten, die die Preise über die API ziehen ist dies ein Problem: Es wird nur der Preis ausgeliefert, der die Buybox hat. Gerade bei hochwertigen Produkten ist das aber oft der Betrüger.

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MacMc
MacMc

Ist ja lächerlich.

A) Muss man schon mächtig blöd sein darauf rein zu fallen

B) Frage ich mich schon lange warum Anazon Mailadressen in diesen Beschreibungen zulässt.

Ein passender Filter inkl Business-Prozess wäre schneller programmiert als die Presseabteilung diese behämmerte Antwort erstellt hat.

Fazit: Es ist Amazon total Schnuppe. Durch den „fehlerhaften Preis“ in den Preisvergleichern bekommt Amazon guten & kostenlosen Traffic. Da hätte T3N auch selber drauf kommen können.

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