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Über Geld spricht man nicht? Deutsche wollen mehr Gehaltstransparenz

Die Gehälter in der Online-Branche variieren stark. (Foto: Shutterstock-Igor Stevanovic)

Über Geld spricht man nicht? Zumindest bezüglich einer erhöhten Gehaltstransparenz sehen das viele Deutsche inzwischen ganz anders.

Das eigene Gehalt gehört für viele Deutsche zu den am besten gehüteten Geheimnissen. Über Geld spricht man schließlich nicht, heißt es im Volksmund. Das Problem jedoch: Wer vor Gehaltsrunden oder Karriereentscheidungen steht, dem fehlt nicht selten eine Orientierung über die Verhandlungsspielräume. Und das will der Arbeitgeber in der Regel auch so, damit er in der besseren Position während der Vertragsverhandlung ist. Doch das könnte bald der Vergangenheit angehören.

Deutsche wünschen sich mehr Gehaltstransparenz

Gehaltstransparenz in Unternehmen: Deutsche wollen mehr Offenheit. (Foto: Shutterstock-Aastock)

Am 1. Juli tritt nämlich aller Voraussicht nach das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit in Kraft und soll in der Wirtschaft für erhöhte Gehaltstransparenz sorgen. In Rahmen dessen hat sich auch Xing als führendes Karriere-Netzwerk im deutschsprachigen Raum thematisch mit einer Meinungsumfrage eingebracht. Insgesamt 2.024 deutsche Berufstätige beantworteten deren Fragen. Das Ergebnis: Rund 38 Prozent der Teilnehmer plädieren eindeutig („Ja, auf jeden Fall“) für mehr Offenheit bezüglich der Löhne.

Weitere 39 Prozent der Berufstätigen unterstützen das Vorhaben etwas verhaltener („Ja, eher schon“), zeigen sich jedoch grundsätzlich aufgeschlossen für die Initiative. Der überragende Teil der Befragten befürwortet somit die Gehaltstransparenz – zumindest in unterschiedlichen Abstufungen. Die Mehrheit der Befragten zeigt damit auch die Bereitschaft, den eigenen Lohn transparent zu machen. Lediglich 18 Prozent meinen „Nein, eher nicht“ und nur fünf Prozent sehen gar keinen Spielraum („Nein, auf keinen Fall“).

„Ohne Transparenz gibt es keine gerechten Einkommensverhältnisse“, kommentiert Xing-Manager Felix Altmann die Ergebnisse gegenüber t3n.de. Er glaubt, dass sich diese Einsicht heutzutage bei immer mehr Menschen durchsetze. „Sie sehen die offensichtlichen Vorteile, sich auf Augenhöhe mit ihren Arbeit- und Auftraggebern zu bewegen. Auch wenn es bedeutet, dass sie selbst den Sprung in die Transparenz wagen müssen“, erklärt Altmann weiter. 

Interessant in dem Zusammenhang ist auch, dass mehr als 80 Prozent der weiblichen Befragten sowie rund 74 Prozent der Männer zum Ja-Lager gehören. Sowohl weibliche als auch männliche Arbeitnehmer liegen somit fast gleich auf. Immerhin 65 Prozent zeigen sich zudem überzeugt, dass Gehaltstransparenz ein Mittel ist, um geschlechterspezifische Gehaltsunterschiede zu eliminieren. Weitere gute Gründe für offene Gehälter lest ihr hier: Open Salaries – 5 Gründe, die für mehr Gehaltstransparenz sprechen!

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