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Geheime Dokumente – Facebook testet Internet-Drohnen mit Airbus

Airbus-Drohne Zephyr S. (Foto: Airbus)

Facebook soll nach der Einstellung des hauseigenen Programms weiter an der Entwicklung von Internet-Drohnen arbeiten – mit Airbus. Getestet wird in Australien. Das belegen bisher geheime Dokumente.

Im Sommer hatte Facebook nach vierjähriger Entwicklungszeit sein hauseigenes Drohnenprogramm gecancelt. Mit den selbstentwickelten Aquila-Drohnen wollte Facebook unterversorgte Regionen mit dem Internet verbinden. Wie ein Bericht von netzpolitik.org aufzeigt, hat sich Facebook von dem Thema aber nie ganz verabschiedet. Der Social-Network-Konzern arbeitet jetzt gemeinsam mit Airbus und dessen Drohne Zephyr an einem neuen Projekt.

Airbus-Drohne mit Facebook-Technik soll in Australien getestet werden

Die Airbus-Drohne Zephyr soll per Mikrowellenstrahlung aus 20.000 Metern Höhe Internet auf die Erde bringen. Tests sollen in Australien stattfinden. Airbus-Vertreter sollen sich im vergangenen Jahr mehrere Male mit Vertretern der australischen Luftfahrtbehörde getroffen haben, wie aus Notizen der Behörde hervorgeht. Netzpolitik hat die Notizen dank des australischen Informationsfreiheitsgesetzes erhalten und veröffentlicht.

Demnach waren erste Testflüge für November und Dezember geplant. Ob sie stattfinden konnten, ist aber fraglich. Airbus und Facebook gaben sich auf Anfrage schmallippig, was das Drohnen-Projekt angeht. Facebook gab gegenüber netzpolitik.org nur folgende Zeilen zu Protokoll: „Wir arbeiten weiter mit Partnern an Konnektivität durch Höhenplattform-Systeme (HAPS). Wir haben derzeit keine weiteren Details mitzuteilen.“ Von Airbus gab es keinen Kommentar.

Die Airbus-Drohne Zephyr wird derzeit vor allem im militärischen Bereich zur Aufklärung eingesetzt. Das von Airbus und Facebook verwendete Modell S soll 2018 einen Dauerflug von fast 26 Tagen geschafft haben, wie Golem berichtet. Die Drohne hat eine Flügelspanne von 25 Metern und wiegt weniger als 75 Kilogramm. Sie kann sich über Solar-Paneele selbst aufladen, Akkus an Bord sollen die Drohne auch nachts mit Strom versorgen.

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