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Geld wird knapp, Gründer geht: Der Tesla-Rivale Faraday Future steckt in Schwierigkeiten

Elektroauto FF 91. (Bild: Faraday Future)

Tesla-Rivale Faraday Future steckt in gröberen Schwierigkeiten: Entlassungen und Gehaltskürzungen sollen Geldprobleme beheben, einer der Gründer hat das Handtuch geschmissen.

Die vor einem Jahr bekanntgewordenen massiven Geldprobleme hatte der chinesisch-kalifornische Elektroautobauer mithilfe eines zwei Milliarden US-Dollar schweren Investments beheben können – jetzt ist Tesla-Rivale Faraday Future wieder in der Krise. Wegen Streitigkeiten mit dem Hauptinvestor Evergrande musste Faraday Future zuletzt Mitarbeiter entlassen und die Gehälter um 20 Prozent kürzen. Mit dem Produktchef und einem Mitgründer haben nun wichtige Manager das Unternehmen verlassen.

E-Autopionier geht: Faraday Future verliert sein Rückgrat

Besonders schmerzhaft dürfte für Faraday Future der Weggang des 2016 an Bord gekommenen früheren GM-Chefentwicklers und E-Auto-Pioniers Peter Savagian sein. Savagian, bisher als Senior Vice President für die Entwicklung von Antrieb und Akku des Elektro-SUV FF 91 zuständig, galt als Rückgrat des Startups, wie The Verge berichtet. Savagian hatte in den vergangenen zwei Jahren einige namhafte Mitarbeiter zu Faraday Future locken können, etwa den Tesla-Manager Dag Reckhorn.

Faraday Future FF 91
Elektro-SUV FF 91. (Bild: Faraday Future)

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Ebenfalls kein gutes Licht auf die aktuellen Zustände bei dem Elektroautobauer wirft der Rücktritt von Nick Sampson, einem von drei Gründern des Unternehmens. In einer E-Mail, die The Verge vorliegt, erklärte Sampson, dass Faraday Future in Bezug auf seine finanziellen und personellen Vermögenswerte effektiv insolvent sei. Sollten sich die finanziellen Gegebenheiten bei Faraday Future aber in absehbarer Zeit verändern, werde Sampson wieder an Bord kommen.

Faraday Future: Bau des Elektro-SUV FF 91 gerät ins Stocken. (Bild: Faraday Future)

Einem Schreiben von Faraday-Future-CEO Jia Yueting zufolge reichen die Gehaltskürzungen und Entlassungen noch nicht aus, um die finanzielle Schieflage zu beseitigen. Daher werden Mitarbeiter, die erst vor kurzem bei dem Unternehmen gestartet sind, in den Urlaub geschickt oder müssen eine unbezahlte Auszeit nehmen. Die Arbeiten im Hauptquartier und der Fabrik in Kalifornien dürften weitgehend zum Erliegen kommen.

Faraday Future überwarf sich mit Hauptinvestor

Hintergrund der finanziellen Schwierigkeiten ist ein Streit um die unter anderem von dem chinesischen Konzern Evergrande eingeworbenen Mittel. Nachdem Faraday Future 800 Millionen der zwei Milliarden Dollar schon im Juli ausgegeben hatte, drehte Evergrande offenbar den Geldhahn zu. Ein Gericht in Hongkong untersagte Faraday Future, die restlichen 1,2 Milliarden Dollar einzufordern. Das Startup könne aber – die Erlaubnis von Evergrande vorausgesetzt – um weitere bis zu 500 Millionen Dollar bei anderen Investoren bitten. Entsprechende Verhandlungen laufen laut Jia Yueting.

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