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Ungleiche Bezahlung zwischen Mann und Frau: Neue Zahlen zeigen keine Verbesserung

Gender-Pay-Gap: Lohnungerechtigkeit zwischen Mann und Frau weiterhin hoch. (Foto: Shutterstock-Igor Stevanovic)

Der Gender-Pay-Gap hat sich nicht verändert. Vieles davon lässt sich mit schlechter bezahlten Jobs erklären, in denen Frauen arbeiten – aber nicht alles.

Männer verdienen im Schnitt mehr als Frauen. Während Erstere im vergangenen Jahr auf einen Stundenlohn von durchschnittlich 21 Euro brutto kamen, erhielten Letztere nur 16,59 Euro – und damit rund 21 Prozent weniger. Ermittelt hat diese unbereinigte Einkommenslücke das Statistischen Bundesamt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Wert nicht verändert. Die letzte Verbesserung – um einen Prozentpunkt – fand 2016 statt. Große Unterschiede gibt es nach wie vor zwischen West und Ost: Während der Verdienstunterschied in den alten Bundesländern bei 22 Prozent liegt, ist er in den neuen Ländern mit sieben Prozent deutlich niedriger.

Einkommenslücke: Der Gender-Pay-Gap hat sich 2018 nicht verändert

Unbereinigter Gender-Pay-Gap 2018 laut Statistischem Bundesamt. (Grafik: t3n.de)

„Der bereinigte Gender-Pay-Gap liegt bei sechs Prozent!“

Der unbereinigte Gender-Pay-Gap vergleicht branchenübergreifend die Einkommen der Männer in Vollzeit mit denen der Frauen in Vollzeit. Drei Viertel der Verdienstunterschiede lassen sich den Statistikern zufolge durch unterschiedliche Branchen und Berufe erklären, in denen Männer und Frauen arbeiten. Zudem sind Frauen häufiger als Männer in schlechter bezahlten Teilzeitjobs tätig und seltener in Führungspositionen. Aussagekräftiger ist deshalb die bereinigte Einkommenslücke, die die Geschlechter im gleichen Alter, vergleichbarer Ausbildung und Erfahrung sowie gleicher Tätigkeit und gleicher Arbeitszeit präsentiert.

Wird der Vergleich innerhalb gleicher Qualifikation und Tätigkeit angestellt, fällt der Lohnunterschied deutlich geringer aus. Der sogenannte bereinigte Gender-Pay-Gap liegt dann bei sechs Prozent. Er wird nur alle vier Jahre vom Statistischen Bundesamt erhoben, da die Berechnung deutlich komplexer ist. Zuletzt ist die bereinigte Einkommenslücke im Jahr 2014 ermittelt worden. Auch da gilt jedoch, dass gewisse Faktoren wie Erwerbspausen, etwa für die Kindererziehung, nicht erfasst sind. Der bereinigte Gender-Pay-Gap dürfte dadurch noch weiter sinken. Wie stark der Lohnunterschied auf Diskriminierung zurückgeht, lässt sich nur vermuten.

Wer sich mit dem Phänomen des Gender-Pay-Gaps tiefer beschäftigen will, dem empfehlen wir einen Blick in unseren Hintergrund-Artikel: „Was ist eigentlich der Gender Pay Gap?“

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Eine Reaktion
Darude - Sandstorm

Frauen verhandeln im Schnitt schlechter als Männer. Und falls eine Frau mal gut verhandelt, und die Bewerberliste lang ist, weiß die Führungskraft, dass sich sicherlich etwas Günstigeres finden lässt, bei gleicher Leistung. Die einen nennen das Diskriminierung, die anderen Kapitalismus.

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