News

Geoblocking im Online-Handel: Wo du ungerechtfertigte Blockaden melden kannst

(Foto: Shutterstock)

Wer beim Online-Handel in der EU auf ungerechtfertigtes Geoblocking stößt, kann dies jetzt einfach bei der Bundesnetzagentur melden. Die Behörde stellt ein entsprechendes Formular bereit.

Seit Dezember 2018 ist in der EU die sogenannte Geoblocking-Verordnung in Kraft. Das heißt, dass etwa Online-Händler Verbrauchern in der EU den Zugang zu Waren und Dienstleistungen gewähren müssen – egal welche Staatsangehörigkeit oder Wohnort sie haben. Bisher konnten sich deutsche Verbraucher, die Verstöße gegen die Verordnung melden wollten, per Telefon oder E-Mail an die Bundesnetzagentur wenden. Jetzt hat die Behörde ein Beschwerdeformular online gestellt, über das ungerechtfertigtes Geoblocking gemeldet werden kann, wie heise.de berichtet.

Geoblocking: Schon zahlreiche Beschwerden

Der Bundesnetzagentur zufolge haben schon in den vergangenen Monaten zahlreiche Verbraucher den komplizierteren Weg genutzt, um Geoblocking-Beschwerden bei der Behörde einzubringen. Dabei ging es vor allem um Bestellungen von Bekleidung und Elektrogeräten. Aber auch beim Autokauf oder Serververmietung scheint es Probleme mit dem freien Zugang zu EU-Online-Shops gegeben zu haben.

Wilhelm Eschweiler, Vizepräsident der Bundesnetzagentur, erklärte, dass die Behörde Verbraucher unterstütze, „damit Hürden im grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungsverkehr abgebaut werden“. Die Bundesnetzagentur sei dafür zuständig, die entsprechenden EU-Vorschriften durchzusetzen und habe die erforderlichen Voraussetzungen geschaffen, wie heise.de schreibt. Eine Online-Bestellung bei einem Anbieter aus dem EU-Ausland müsse ebenso ermöglicht werden wie das Zahlen mit der ausländischen Kreditkarte.

Allerdings sind auch einige Bereiche, etwa Finanzdienstleistungen für Privatkunden, der Verkehrsbereich oder Streamingdienste von der EU-Verordnung bisher nicht betroffen. Auch eine Lieferung ins Ausland könne nicht erzwungen werden. Die Waren müssten aber zum Beispiel für den Käufer aus dem Ausland zur Abholung bereitgestellt werden. Das würden etwa Bewohner in Grenzgebieten oft in Anspruch nehmen, wie Eschweiler ausführt. Die Bundesnetzagentur hat neben dem Online-Formular auch eine Seite an den Start gebracht, auf der ausführlich über die Geoblocking-Verordnung informiert wird.

Mehr zum Thema:

Zur Startseite
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung