Ratgeber

Gesetzesänderungen 2018: Das ändert sich für Internetnutzer

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Brian Chesky, der Gründer von Airbnb, im Jahr 2016. (Foto: Airbnb)

Airbnb automatisiert Bettensteuer-Einzug

Wer über die Buchungsplattform Airbnb ein Zimmer vermietet, muss in einigen Städten in Deutschland eine Bettensteuer abführen. Ab dem 1. Januar 2018 läuft das zumindest in Dortmund automatisiert: Das US-Portal holt sich die Abgabe von 7,5 Prozent direkt bei der Buchung und gibt sie an die Stadt weiter. Dadurch wird der Umweg über die Airbnb-Vermieter vermieden. Andere Städte könnten folgen, die Unterkunftsvermittlung soll auch mit Köln und Münster in Gesprächen stehen.

DSGVO trifft ab 2018 auch Google und Facebook

Die Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO, hat schon vor dem Eintreten für ordentlich Furore gesorgt. Denn durch das Gesetz müssen Unternehmen einiges ändern. Ab dem 26. Mai 2018 gilt es etwa auch für Konzerne, deren Sitz außerhalb der EU liegt. Google, Facebook oder Apple können sich den rechtlichen Regelungen in Europa also nicht länger entziehen.

Für den Nutzer soll die Verordnung etwas mehr Transparenz bringen. So müssen ihn die Unternehmen über seine Rechte informieren, wenn sie Daten erheben, etwa über die mögliche Löschung. Außerdem kann er jederzeit einsehen, wozu die Anbieter seine Daten verwenden. Die Verordnung setzt einen Fokus darauf, dass die Daten weiterhin dem Nutzer gehören. So kann er sie von einem Internetanbieter zum anderen übertragen.

Bis September hatten die meisten Unternehmen hierzulande die Maßnahmen noch nicht umgesetzt. Nur 13 Prozent der Firmen haben überhaupt erste Schritte eingeleitet. Dabei können Verstöße teuer werden – eine Strafe kann bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes kosten. Was Unternehmen genau beachten müssen, erklärt der IT-Anwalt Thomas Schwenke in dieser sechsteiligen Serie.

Überweisungen endlich in Echtzeit

Ab November 2018 kommen auch die Banken endlich im Zeitalter des Internets an: Mit dem Instant Payment wird es möglich sein, Überweisungen in der Eurozone in Echtzeit zu tätigen. Innerhalb von Sekunden soll Geld ab kommenden Jahr einer anderen Partei zugeschrieben werden können, auch an Sonn- und Feiertagen. Allerdings sind Banken nicht verpflichtet, die Echtzeit-Überweisung anzubieten.

Die Europäische Zentralbank (EZB) berechnet den Finanzinstituten 0,2 Cent pro Transaktion. Ob diese Abgabe auf den Nutzer umgeleitet wird, ist noch nicht klar. Die ersten Angebote gibt es bereits, etwa bei der Hypovereinsbank. Im ersten Quartal 2018 sollen weitere folgen.

Mit der Echtzeit-Überweisung schließen die Banken eine Lücke, die Paypal seit Jahren füllt. Manche Experten sehen in dem neuen Angebot gar den Versuch, den Zahlungsanbieter auszubooten. Ob das gelingt, ist wiederum eine andere Frage. Paypal hat sich schließlich schon einen Namen gemacht.

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