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Gesichtserkennung: Neue IBM-Daten sollen KI Vorurteile austreiben

Bilder für die KI-Gesichtserkennung. (Bild: IBM)

IBM Research will KI mehr Diversität beibringen und hat einen Datensatz mit einer Million Bildern von ganz unterschiedlichen Gesichtern veröffentlicht.

Um KI-gestützte Gesichtserkennung besser zu verbessern, hat IBM Research eine Diversity in Faces genannte Datensammlung veröffentlicht. Mit den dort gesammelten Bilddaten von einer Million Menschen mit ganz unterschiedlichen Hautfarben und Altersstrukturen soll es bei der Erkennung von Gesichtern künftig fairer zugehen, wie der Konzern mitteilt.

Probleme: Gesichtserkennung erkennt hellhäutige Männer am besten

Bisher kam es bei der Gesichtserkennung immer wieder einmal zu Problemen. So hatte die Google-Foto-App 2015 Bilder zweier dunkelhäutiger US-Amerikaner als Gorillas gekennzeichnet. Die offenbar rassistische KI hatte daraufhin für einen Aufschrei gesorgt. Aber auch die Gesichtserkennungssoftware anderer Konzerne wie IBM oder Microsoft erkannten laut einem MIT-Test hellhäutige Männer am besten. Immer wieder gibt es auch Probleme beim Erkennen von Frauen.

Die einfache Erklärung: Die KI-Systeme sind nur so gut wie die Programmierer, die sie entwickeln und die Daten, mit denen sie gefüttert werden. Mögliche Vorurteile werden in die KI übertragen, der Mangel an Vielfalt bei den Bilddaten tut dann sein Übriges, wie netzpolitik.org im November berichtete.

IBM-Datensatz soll mehr Vielfalt in KI-gestützte Gesichtserkennung bringen

Genau das soll sich mit den frischen Daten von IBM jetzt ändern. Dass selbst eine Million Bilder von menschlichen Gesichtern nicht die komplette Vielfalt auf unserem Planeten abbilden können, ist auch IBM klar. Die Arbeit an dem Ausbau des Datensatzes soll weitergehen. Hier können Entwickler Zugang zu Diversity in Faces beantragen.

Die Bilder stammen IBM zufolge aus dem Creative-Commons-Datensatz von Flickr. Die Bilddatenbank wurde von einer KI durchforstet und so viele Gesichter wie möglich ausgewählt. Anschließend wurden diese Bilder mit Metadaten versehen. Darin wird etwa beschrieben, wie groß der Abstand zwischen den Augen ist, wie Techcrunch schreibt.

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