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Gewinnwarnung: Zalando-Aktie fällt auf tiefsten Stand seit Sommer 2016

Logo des Online-Modehändlers Zalando. (Foto: dpa)

Der Berliner Online-Modehändlers Zalando hat seine Gewinn- und Umsatzprognosen wegen der Hitzewelle sowie höheren Rabatten und Abwicklungskosten deutlich gesenkt. Die Aktie brach zum Beginn des Handels um mehr als 20 Prozent ein.

Vor allem beim Gewinn musste Zalando kräftig zurückrudern. Beim bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) würden 2018 nur noch 150 bis 190 Millionen Euro angepeilt, teilte der Konzern am Montagabend nach Börsenschluss mit. Bislang war zumindest noch das untere Ende der Spanne von 220 bis 270 Millionen Euro angepeilt worden.

Die im MDax notierte Aktie sackte in den ersten Minuten des Handels um mehr als 20 Prozent auf 33,47 Euro ab und fiel auf den tiefsten Stand seit Sommer 2016.

Zalando senkt Umsatzprognose

Auch seine Umsatzprognose senkte Zalando: Das Umsatzwachstum werde am unteren Ende der Spanne zwischen 20 und 25 Prozent liegen, nachdem man zuletzt noch von der unteren Hälfte dieser Spanne ausgegangen sei, hieß es. Die mittel- und langfristigen Prognosen bekräftigte Co-Vorstandschef Rubin Ritter dagegen.

Das Unternehmen hatte bereits bei der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal im Sommer die Erwartungen für das Jahr gedämpft – damals wurden bereits die Prognosen für Umsatz und Gewinn wegen des heißen Sommers reduziert. Diese Bedingungen hätten angehalten, die Nachfrage gedämpft und Rabatte nötig gemacht, erklärte Zalando nun.

„August und September 2018 waren gekennzeichnet von hohen Temperaturen in ganz Europa.“

„Wir hatten zunächst einen sehr späten Start in die Sommersaison und dann plötzlich viel zu schnell sehr heißes Wetter“, hatte Ritter bei der Vorstellung der Zahlen für das zweite Quartal gesagt. Dies habe angehalten. „August und September 2018 waren gekennzeichnet von hohen Temperaturen in ganz Europa“, hieß es jetzt zur Begründung der gesenkten Prognose. Dies habe die Nachfrage gedämpft und höhere Rabatte nötig gemacht. Zudem habe sich der Start der Herbst- und Winter-Saison verzögert. Im dritten Quartal werde man deshalb voraussichtlich erneut hinter den derzeitigen Schätzungen der Analysten hinterherhinken.

Viele Experten hatten nach der Mitteilung vom Montagabend bereits reagiert und ihre Kursziele und Erwartungen gesenkt. Commerzbank-Analyst Andreas Riemann stufte das Papier von „Buy“ auf „Hold“ herab. Dass sich die wetterbedingte Konsumflaute im Sommer derart negativ auf die Ergebniskennziffern des Online-Modehändlers ausgewirkt habe, sei eine negative Überraschung, schrieb er in einer Studie. dpa

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