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Ausgerechnet Ghostery: Werbeblocker verrät versehentlich E-Mail-Adressen seiner Nutzer

(Bild: Ghostery)

Der auf Datenschutz bedachte Tracking- und Werbeblocker Ghostery hat in einer Aussendung anlässlich des Starts der DSGVO versehentlich E-Mail-Adressen von Account-Inhabern verraten.

Seit Februar 2017 gehört der populäre Tracking- und Werbeblocker Ghostery zur Burda-Tochter Cliqz. Das Browser-Plugin hat sich den Schutz der Daten und der Privatsphäre auf die Fahnen geschrieben. Ausgerechnet Ghostery ist im Zuge des Starts der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) jetzt ein peinlicher Fehler unterlaufen. In einem Mailing an alle Nutzer mit einem Account des Dienstes wurden diese über die neue Datenschutzerklärung sowie die Möglichkeit, den Account zu löschen, informiert.

Massenmailing zur DSGVO: Ghostery verrät E-Mail-Adressen von Nutzern

So weit, so gut. Allerdings waren bei dem Massen-Mailing die E-Mail-Adressen einer Reihe von Account-Besitzern für die anderen Empfänger einsehbar. Ghostery erklärt in einem Blogeintrag, dass es sich um „einige“ Account-Inhaber gehandelt habe. Wie viele Nutzer genau betroffen gewesen sind, hat Ghostery nicht verraten. Das Unternehmen stellte aber klar, dass nur Nutzer betroffen seien, die einen Account bei Ghostery haben und die E-Mail erhalten haben. Ghostery hat eigenen Angaben zufolge den E-Mail-Versand gestoppt, als den Mitarbeitern der Fehler aufgefallen sei.

Ironischerweise soll der Hintergrund des E-Mail-Unfalls der Wechsel des E-Mail-Managements von einem Dienstleister zu einem selbst verwalteten System gewesen sein. Den Wechsel habe Ghostery aus Datenschutzgründen vorgenommen. Beim Versende der E-Mails mit dem eigenen Tool soll es schließlich zu einem technischen Problem gekommen sein. Statt die E-Mail jedem Empfänger einzeln zuzusenden, habe das Tool sie an alle geschickt – mit den bekannten Auswirkungen. Mehr als die E-Mail-Adressen der betroffenen Nutzer sei aber nicht offengelegt worden.

Wer jetzt seinen Ghostery-Account löschen oder zumindest den E-Mail-Versand stoppen will, kann dies in seinem Account tun. Dort kann man unten auf der Seite „Account löschen“ anklicken. Bei den E-Mail-Einstellungen gibt es die Möglichkeit einen Haken zu entfernen, um die Ghostery-Updates künftig zu unterbinden.

Ebenfalls interessant: 5 nützliche Browser-Plugins für mehr Datenschutz

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2 Reaktionen
Björn Greif

Es ist ja schön, dass Sie über den Vorfall berichten. Aber warum betten Sie einen Tweet ein, in dem die E-Mail-Adressen nicht unkenntlich gemacht wurden und somit auf Ihrer Seite öffentlich einsehbar sind???

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