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Gig-Economy: 67 Prozent würden nicht wieder als Solo-Unternehmer arbeiten

Uber und Co.: Immer mehr Menschen arbeiten als Solo-Unternehmer. Zwei Drittel würden aber nicht noch einmal in die sogenannte Gig-Economy einsteigen, besagt eine Studie.

Gig-Economy: Von Auftrag zu Auftrag

Seit einigen Jahren macht der Begriff Gig-Economy in den USA Karriere. Das bedeutet, dass Menschen sich als Solo-Unternehmer von Job zu Job hangeln. Unternehmen wie Uber setzen auf eine ganze Flotte von Vertragsarbeitern (Contractors) statt auf festangestellte Mitarbeiter. Auf Freelancer-Plattformen finden Designer oder Texter sogenannte Gigs. Glücklich dürften die meisten damit aber nicht sein, wie eine Studie der Unternehmensberatung Deloitte ergeben hat.

Gig-Economy: Unabhängige Arbeit versus steter Geldfluss. (Foto: Prathan Chorruangsak/Shutterstock)

Gig-Economy: Unabhängige Arbeit versus steter Geldfluss. (Foto: Prathan Chorruangsak/Shutterstock)

Demnach würden 67 Prozent der Befragten, die schon einmal als unabhängige Unternehmer gearbeitet haben, dies nicht noch einmal tun. 60 Prozent derjenigen, die einen fixen Job haben, sind der Meinung, dass sie beim Wechsel in die sogenannte Gig-Economy ihre Stabilität verlieren würden. 42 Prozent befürchten, dass sie als Solo-Selbstständige auf eine gute Bezahlung und zusätzliche Leistungen verzichten müssten.

Allerdings sieht auch ein guter Teil der knapp 4.000 befragten Arbeitnehmer in den USA Vorteile in der unabhängigen Arbeit. Insbesondere die größere Flexibilität und die Möglichkeit, zu tun, was man will, wurden dabei hervorgehoben. Knapp die Hälfte derjenigen, die früher als Solo-Unternehmer gearbeitet haben, fanden die Erfahrung sehr interessant, 56 Prozent schätzen aber das konstante Einkommen, das ein Vollzeitjob mit sich bringt.

Gig-Economy: Mitarbeiter schätzen Unternehmenskultur

Neben den finanziellen Vorteilen schätzen die Mitarbeiter die Unternehmenskultur. Diese habe einem großen Teil der Freelancer und selbstständigen Unternehmer bei ihren früheren Erfahrungen gefehlt. Allen Herausforderungen zum Trotz würde ein Drittel der Befragten die unabhängige Arbeit bei einem Unternehmen wie Uber vorziehen – übrigens Männer eher als Frauen (42 versus 27 Prozent).

Auch interessant in diesem Zusammenhang: Einfach nichts übrig lassen vom Kuchen: Wie die Sharing-Economy unser Wirtschaftsgefüge zerstört

via mashable.com

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2 Kommentare
Sascha

Ich denke, man sollte unterscheiden, was ein echter Solo-Unternehmer ist und was „selbständige“ Hilfskräfte von Uber & Co. sind. M.E. greifen letztere nach jedem Strohhalm um ein wenig Geld zu verdienen. Bei einem echten Job mit vernünftigen Einkommen würde viele die Arbeitsangebote von den Internetfirmen kaum nutzen.

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teekay
teekay

Bei Deloitte steht: „Today’s workforce wants the ability to choose how they work—full-time or contract work. Regardless of what they choose, they crave a holistic experience that combines good compensation and benefits with a focus on well-being and career development.“

Klar, die eierlegende Wollmilchsau eben. Eine kleine Elite wird sich das auch so aussuchen können-der Rest wird Kompromisse machen muessen. Mal ein Projekt nebenher oder 3-Tage Arbeit im Buero mit allen benefits wird es nicht geben. Seit bald 20 Jahren wird das Ende der klassischen Lohnarbeit vorhergesagt, wenn ‚wir‘ alle im home office je nach Arbeitslage aktiviert werden können (und 3D meetings, so dass wir nicht mehr reisen muessen). Regelmässiges Gehalt, planbare Arbeitszeit, zeitweise im Buero mit KollegInnen, mal ein Tag von zu Hause arbeiten wird von der Mehrheit gewuenscht und ist im grösseren Stil machbar. Erfuelltes Arbeiten in der Gig Economy bleibt ein Luxus einer kleinen Elite.

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