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Giphy will MTV 2.0 werden und überrascht mit einem Hardwareprodukt auf der SXSW 2018

(Foto: Oliver Nermerich)

Bis zu 300 Millionen Nutzer tummeln sich jeden Tag auf Giphy. Jetzt hat der Plattform-Gründer Alex Chung auf der SXSW verraten, welche Pläne er mit dem Dienst noch hat.

Mit dem verlockenden Titel „The End Of Content“ lockt der Giphy-Gründer Alex Chung die Besucher in den großen Saal und präsentiert dann so viel davon, wie auf keinem anderen Panel zuvor. Während seiner einstündigen Rede liefen auf der großen Leinwand ausschließlich Gifs. Immer wieder brachte er das Publikum mit den kurzen, animierten Bildsequenzen ohne Ton in Endlosschleife und zum Lachen.

Chung hat die weltweit größte Online- und Mobile-Plattform für solche Gifs gebaut, sie ist die erste Gif-Suchmaschine des Internets. Darauf ist er mächtig stolz, weil er mit seiner Technologie ganz weit vorne liegt und etwas geschaffen hat, was noch nicht einmalGoogle hatte. Bis zu 300 Millionen Nutzer greifen jeden Tag auf solche kurzen Bildsequenzen via Giphy zu. Das sind umgerechnet rund acht Millionen Stunden Material, das Besucher täglich auf der Plattform konsumieren.

Giphy-Gründer Alex Chung auf der SXSW. (Foto: Oliver Nermerich)

Content explodiere, nicht nur bei Giphy, sondern überall, nicht zuletzt, weil es nie einfacher war, ihn zu produzieren und abzurufen. Und jeden Tag werde es mehr, so Chung. Der Content-Konsum von Millenials liege bei nahezu 100 Prozent. Er fragt das Publikum: „Haben wir das Limit damit erreicht?“ Nein, lautet die Antwort, aber wir müssten Inhalte verändern und ihnen eine andere Heimat geben. Für den ehemaligen Film-Hochschulstudenten muss das Material in 2018 folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Es darf nicht viel kosten.
  • Es darf nicht länger als sechs Sekunden sein und die kurze Aufmerksamkeitsspanne der Konsumenten überfordern.
  • Es muss überall und zu jeder Zeit verfügbar sein.
  • Es muss möglichst passiv und im Hintergrund konsumierbar sein.
  • Jeder Mensch und alle Objekte müssen zu Content werden. Technologien wie AR machen das in Zukunft möglich.
  • Und alle Inhalte müssen unterhaltend sein.

Chung möchte sein Unternehmen genau in diese Richtung entwickeln. Immer wieder erinnert er daran, wie es MTV damals gelang, eine ganze Zuschauergeneration in den Bann zu ziehen. Mit Giphy möchte man das moderne MTV werden, MTV 2.0 sozusagen, verkündet der Gründer. Und das gelinge nur, wenn man das Produkt unter den oben genannten Bedingungen verfügbar macht. Die Plattform werde dazu in den nächsten Monaten weitere Anpassungen vornehmen und weiter expandieren. Man wolle zusätzliche Sharing-Funktionen anbieten und Giphy auf weiteren Online- und Offline-Plattformen (wie etwa Anzeigenflächen und Billboards) verfügbar machen. Bereits heute ist Giphy auf zahlreichen Online-Plattformen, unter anderem beim Facebook Messenger, verfügbar.

Es sind hohe Ziele, die Chung hier auf der SXSW verkündet. Auch wenn die Inhalte kürzer und billiger werden sollen, so schafft er mit seinen Ankündigungen doch vor allem die Voraussetzung für noch mehr Content. Am Ende seines Vortrags hält er eine Kamera in die Luft, an der sein Team in den letzten Monaten hart werkelte. Sie ist eine Art Sofort-Gif-Kamera, die 6-sekündige Gifs aufnimmt und diese sofort für andere Nutzer – in einem diskettenartigen Trägermedium – verfügbar macht. Ob und wann diese Kamera überhaupt jemals auf den Markt kommt, will er nicht verraten.

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