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Git 2.2.4 ist da

(Grafik: Bakhtiar Zein/Shutterstock)

Das neue Release des Open-Source-Projekts kommt mit Feature-Macros, Commit-Graphs, einem überarbeiteten Code of Conduct, einigen Bugfixes und weiteren Neuerungen.

An der Entwicklung des Updates des offen lizensierten Version-Control-Systems waren 78 Entwickler beteiligt, 21 von ihnen zum ersten Mal.

Feature-Macros

Seit den Anfangstagen kommt Git mit einem Konfigurations-Subsystem, über das ihr verschiedene Einstellungen – entweder global oder für ein einzelnes Repo – konfigurieren könnt. Das betrifft durchaus mehrere Dinge – wie zum Beispiel eure Identität, mit der ihr Commits tätigt, verwendete Algorithmen fürs Anzeigen von Änderungen zwischen verschiedenen Commits oder Commit und Working-Tree oder welche Zeilenabschlüsse verwendet werden. Für viele derartiger Einstellungen braucht ihr nur einzelne Konfigurationsänderungen. Müsst ihr mehrere Anpassungen vornehmen, kann es aber schon auch mal kompliziert werden. Angenommen, ihr wollt live testen, ob das Ganze macht, was es soll, hattet aber bisher nicht die Muse, euch im Einzelnen mit allen einzelnen Einstellungen zu befassen. Rausfinden, was genau ihr jetzt ändern müsst, damit der Spaß läuft wie gewollt, könnt ihr mit viel Recherche. Oder indem ihr euch in Git einfach übermenschlich gut auskennt.

Mit Git 2.2.4 könnt ihr solche Recherchen zukünftig skippen. Die neue Version kommt mit Feature-Macros – von den Git-Entwicklern handverlesene Konfigurations-Bundles, die ihr entsprechend je nach Repo nutzen könnt. Entscheidet ihr euch für ein großes Projekt zum Beispiel dafür, das Feature-Macro feature.manyFiles zu aktivieren (über den Command $ git config feature.manyFiles true), entscheidet ihr euch damit automatisch für die Einstellungen, die nach Ansicht der Git-Entwickler für bestmögliche Performanz sorgen.

Commit-Graphs sind jetzt Standard

Commit-Graphs wurden bereits mit Git 2.1.9 eingeführt. Im Wesentlichen verbessert das Feature die Performanz eurer Load-Commits. Bisher war die Option relativ gut hinter einer experimentellen core.commitGraph-Konfiguration verborgen. Nach ausführlichen Tests – und einigen zusätzlichen Anpassungen sowie mehreren Bugfixes – entschieden die Entwickler jetzt, sie in der neuesten Version zum Default zu machen.

Code of Conduct wird offiziell

Die Adaption des in der Open-Source-Entwicklung verbreiteten Contributor-Covenant als offizieller Code of Conduct war schon seit Release 2.2.3 Diskussionsgegenstand. Die Git-Entwickler kommunizieren größtenteils über E-Mail. Für neue Mitwirkende könnte das eine Hürde darstellen, die sie eventuell daran hindert, sich einzubringen. Der Umgang innerhalb der Community fußte wohl immer auf dem Prinzip, so nett wie nur möglich miteinander umzugehen, festgeschrieben war das aber bis jetzt nirgends. Der neu definierte Code of Conduct soll für alle klar ersichtlich machen, welche Verhaltensweisen innerhalb der Community erwünscht sind und auch, welche nicht toleriert werden.

Wer sich für die genannten und alle weiteren Neuerungen im Detail interessiert, sei neben den Release-Notes an diesen wunderbar ausführlichen Blogpost von GitHub verwiesen.

Zum Weiterlesen: 

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